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Wo sind die Rebellen?

30.01.2007

Auch der diesjährige Kongress der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), der diesmal in Bad Ischl ausgetragen wurde, war wieder mit mehreren hundert Teilnehmern bestens besucht.

„Öfter mal was Neues! - Innovation: der Motor des Erfolges“ lautete das Thema, dem sich die Referenten – von Tourismusberater Dr. Manfred Kohl bis zu Neo-ÖW-Geschäftsführerin Dr. Petra Stolba, von Werbeprofi Dkfm. Alois Schober bis zu Humangenetiker Univ.-Prof. Markus Hengstschläger – widmeten.

Bei der Pressekonferenz anlässlich des Kongresses forderten die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn erneut einen Masterplan für den Tourismus. Die Agenden von Österreich Werbung, der Landestourismusorgansiationen und der Destinationen sollten genau abgesteckt werden. Eine Stabsstelle im Wirtschaftsministerium mit kreativen Köpfen wäre sinnvoll, hieß es. Diese sollte Forschung betreiben, Strategien entwickeln und sich auch beispielsweise um die Entzerrung von Ferienzeiten und die Verkehrsplanung bemühen.

Außerdem müsse das Budget der Österreich Werbung aufgestockt werden für die Bearbeitung und Erschließung neuer Märkte. Das zusätzliche Werbebudget von zwölf Mio. Euro für die Fußball-EM 2008 sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Um auch kühlere Sommer und schneearme Winter besser vermarkten zu können, sollten – analog zu den Rocky Mountains – die Alpen als touristische Marke geschaffen werden. Damit könnte auch der Herbst verlängert werden.
Handlungsbedarf in Wien
Kritisiert wurde das Festhalten der neuen Regierung an den sonntags geschlossenen Geschäften. „Das wäre eine Chance für den Städtetourismus gewesen“, so Peer. In Wien gebe es „Rebellen“, die schon jetzt aufsperren. Peer: „Ich will ja niemand animieren, aber vielleicht gibt es noch mehr Rebellen.“ Jetzt müsse man die Landeshauptleute davon überzeugen, verstärkt Tourismuszonen mit Shoppingmöglichkeit am Sonntag zu schaffen. Vor allem in Wien bestehe deutlicher Handlungsbedarf.
Gefordert wurde überdies eine deutliche Entlastung des Faktors Arbeit. Zwar spreche die Regierung von einer Senkung der Lohnnebenkosten, gleichzeitig würden aber die Sozialversicherungsbeiträge erhöht. Laut einer aktuellen Studie liege Wien in den Mitarbeiterkosten im Verhältnis zum Umsatz mit 41% auf Rang zwei hinter Brüssel (45%). Auch Städte wie Zürich, Paris oder Berlin liegen in dieser Statistik besser als Wien. Das beste Verhältnis hätten Prag (18,7%), London (26,4%) und Budapest (27,3%), der europäische Durchschnitt liege bei 32,2%.

Wien, Zillertal, Kitzbühel top
Aktuell wurde auch wieder die ÖHV-Destinationsstudie präsentiert, in die die Entwicklung der Ankünfte, Nächtigungen, Auslastung der Hotellerie und des Beherbergungsumsatzes einfließen. Wien sowie die Regionen Zillertal, Kitzbüheler Alpen, Tiroler Zugspitz Arena, Saalbach-Hinterglemm und Thermenwelt Burgenland sind demnach die besten Feriendestinationen Österreichs.Wien, Thermenwelt Burgenland und Donau Niederösterreich waren beim Ankunftswachstum am stärksten. Beim Nächtigungswachstum konnten Wien, Zillertal und Salzburger Sportwelt am meisten zulegen. Bei der Steigerung der Bettenauslastung sind die Ferienregionen Kaiserwinkl, Tiroler Zugspitz Arena und Tirol Mitte top. Bei der Steigerung der Beherbergungsumsätze sind es Wien, Zillertal und Kitzbüheler Alpen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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