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Wünsche an die Regierung

21.09.2017

Vor den Wahlen werden in den Tourismusbranchen diverse Forderungen lauter. Hier einige  Kernpunkte. 

Für die klein- und mittelständisch geprägten Tourismusbetriebe naht die Wintersaison, und es stehen Wahlen an. Das ist bekanntlich die Zeit, Forderungen zu stellen. Die ÖGZ fasst einige Wünsche der Branche an eine künftige Regierung zusammen. 

Beschäftigung 

Unlängst griff der Verein der österreichischen Biohotels das Dauer-thema Beschäftigung wieder auf. Klar, zum Saisonstart werden wieder tausende Fachkräfte fehlen – in erster Linie in Westösterreich. Eine Idee: die Wiedereinführung der Stammsaisonier-Regelung, z. B. ab fünf Saisonen im Tourismus könnten diese nicht mehr in das Kontingent fallen. Diese indirekte Erweiterung des Kontingents könnte zu einer leichten Entspannung am Arbeitsmarkt führen. Darüber hinaus wird die Forderung nach der Erweiterung der sogenannten Mängelberufe auf Koch, Kellner etc. gefordert. Das würde dazu führen, dass Betriebe einfacher in Nicht-EU-Staaten rekrutieren könnten. Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) erteilte dieser Forderung heuer eine Absage. Dass unter einer etwaigen Regierungsbeteiligung der FPÖ lockerere Bestimmungen zum heimischen Arbeitsmarkt kommen würden, gilt als höchst unwahrscheinlich. Weshalb auch in der kommenden Legislaturperiode eher auf die Aus- und Umbildung des heimischen Arbeitsmarktes gesetzt werden wird müssen. 

Lohnnebenkosten

Wenn die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) eine Senkung der Lohnnebenkosten fordert, darf sie zunächst einmal mit breiter Zustimmung rechnen. Tatsächlich sprechen sich fast alle relevanten politischen Parteien dafür aus, den Faktor Arbeit zu entlasten. Im Detail wird es aber kompliziert. Weil es bei der Gegenfinanzierung einige Fragezeichen gibt. Da wird sehr kryptisch von einer „Verwaltungsreform“ gesprochen oder eher konkret von „Erbschafts- und Vermögenssteuern“. Eine solche lehnt die Branche ab, da sie u. a. moniert, familiengeführte Unternehmen könnten so Schwierigkeiten bei der Übergabe bekommen.   

Steuern

Eine tiefgreifende Analyse der heimischen Hotellandschaft lieferte jüngst das Beratungsunternehmen Prodinger. Sie zeigt auf, dass der Ertrag pro Zimmer in der heimischen Hotellerie im Sinken begriffen ist. Es müssten also die Preise erhöht bzw. das Angebot gesenkt werden (beides ist in einer Marktwirtschaft natürlich kein steuerbarer Prozess) oder die politischen Rahmenbedingungen geändert werden. Konkret schlägt Prodinger bei Letzterem u. a. vor, dass die Abschreibung auf Abnutzung (Afa) wieder auf 25 Jahre (von 40 Jahren) gesenkt wird. Durchaus berechtigt: Hält doch kein Badezimmer oder Schwimmbad 40 Jahre. Weiter geht es um die zur Finanzierung der vergangenen Steuerreform eingeführten 13 Prozent Mehrwertsteuer auf Nächtigungen. Diese dürfte mit aller Voraussicht in der nächsten Legislaturperiode fallen. 

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