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Mit voller Energie voran

23.05.2007

Aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Energiepreise ist der sparsame Umgang mit Energie zu einem zentralen Thema in Tourismus und Freizeitwirtschaft geworden.

Immerhin fließen mittlerweile 4 bis 6 % des Umsatzes von Tourismusbetrieben in die Energiekosten – Tendenz steigend. Dabei gibt es in den meisten Betrieben beachtliche Einsparungspotenziale und die dazu notwendigen Investitionen amortisieren sich bereits nach durchschnittlich 3 bis 7 Jahren. Alternative Energieträger wie Solarenergie,­­ Biomasse und Wärmepumpen sind im Preisvergleich mit Gas und Öl konkurrenzfähig geworden. Darüber hinaus verursachen sie niedrige Betriebskosten und sind umweltfreundlich.

Viele Energielieferanten bieten je nach Zielgruppe, Verbrauchsverhalten und Vertragslaufzeiten maßgeschneiderte Energiepreisprodukte für die Lieferung von Strom, Erdgas und Wärme an.
Für die Zielgruppe der Hotellerie und der Gastronomie gibt es sowohl für eher Kleinbetriebe wie z. B. Imbisslokale oder Steh­cafés, für mittelgroße Unternehmen wie z. B. kleinere Restaurants, Cafés, Bars, Pensionen als auch für die Großbetriebe wie z. B. große Restaurants, Hotels, Pizzerien maßgeschneiderte Angebote für die Lieferung von Strom und Erdgas.
Für besonders umweltfreundliche Unternehmen wird zumeist auch die Lieferung von Naturstrom angeboten.

Viele Zusatzangebote
Manche Lieferanten bieten zusätzlich für eher mittelgroße Unternehmen und Großbetriebe für die Versorgung mit Warmwasser und für die Raumheizung mit der Fernwärme eine kostengünstige und umweltfreundliche Energieversorgung an.
Das relativ neueste und innovativste Produkt, das auch für die Hotellerie infrage kommt, ist für eine kostengünstige und umweltfreundliche Klimatisierung der Gebäude die Fernkälte.
Viele Anbieter versorgen ihre Kunden und damit auch die Hotellerie und Gastronomie nicht nur mit Energie und und Netzdienstleistungen, sondern auch mit zusätzlich jeder Menge weiterer Vorteile. Von Online-Energie-Management-Systemen über Kundenservice bis zu DVD-Planern.

Wie geht man es an?
Als Einstieg und für einen Allgemeinüberblick gibt es den Energiecheck. Dieser ist meist günstig bzw. kostenlos (siehe Seite 9) und liefert als Ergebnis einen Branchenvergleich (Benchmark aus Wärme, Strom, Wasser) zu ähnlichen Hotels und eine Empfehlung, welche weiteren Beratungsmodule Sinn machen. Oft werden gleich mehrere Module schon zu Beginn geordert, weil man die eigenen Schwächen ohnehin schon kennt und nun von unabhängiger Seite eine Beratung bzw. Bestätigung, aber auch Empfehlung braucht.
Diese weiteren Module können sein:
l Heizen
l Solaranlage
l Haustechnik
l thermische Gebäudesanierung

Sparen durch Investitionen
Ein falscher Ansatz wäre die Frage: „Wie und wo erhalte ich die günstigste Energie?“. Denn man soll nicht glauben, dass man mit Tipps und Tricks einfach billiger Einkaufen kann und damit die Kosten im Betrieb wieder in den Griff bekommt. Das müsste man als Unternehmer nämlich Jahr für Jahr wiederholen. Es spricht alles dafür, dass Energie nicht mehr gravierend billiger wird und somit ist dieses Rezept eher sinnlos.
Der Ansatz ist viel mehr Energieeffizienz durch Sanierungen erzeugen. Denn Energie, die man nicht braucht, muss man nicht einkaufen, sie muss nicht einmal produziert werden (Stichwort Strom aus Braunkohle, Steinkohle, Atomkraft). Somit erlangt man auch eine gewisse Unabhängigkeit vom spekulativen und letztlich auch endlichen Energieweltmarkt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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