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Werbeoffensive dringend nötig

02.05.2011

Wien. Aufgrund der aktuellen Nächtigungsbilanz unterstützt die ÖHV die Forderung nach einer Offensive der Österreich Werbung. Die dafür notwendigen Grundlagen müssen schnellstmöglich gesichert werden.

Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung

„Der Nächtigungsrückgang war vorhersehbar, deshalb haben wir schon vor Saisonbeginn eine Werbeoffensive gefordert. Zu Recht, wie man jetzt sieht“, stellt Sepp Schellhorn, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), fest. Er unterstützt WKÖ-Spartenobmann Schenners Forderung nach mehr Mitteln für die Bewerbung der wichtigsten Märkte: „Aber die Mitgliedsbeiträge gehen seit Jahren real zurück, die neue Vereinbarung der Eigentümer kostet die ÖW Millionen. Wer eine zusätzliche Nahmarktkampagne verlangt, darf nicht gleichzeitig die Mittel kürzen.“ Bei der finanziellen Ausstattung müsse die Branche froh sein, wenn der Status quo erhalten werden kann.

 

Rasch gemeinsame Lösung finden
Die Branche brauche noch vor dem Sommer eine kritische Bestandsaufnahme, damit rechtzeitig Maßnahmen gesetzt werden können. Der Tourismusausschuss solle das Thema behandeln. Von Spartenobmann, Tourismusminister und ÖW-Geschäftsführerin rechnet Schellhorn mit Unterstützung dafür, dass die Entwicklung auf den wichtigsten Märkten mit den Experten im Ausschuss diskutiert wird, um rasch und gemeinsam Lösungen zu finden: „Die nächste Saison hat faktisch schon begonnen. Gehen wir´s jetzt an, damit wir nachher nicht wieder Rückgänge beklagen müssen!“

 

Deutschland profitiert von Mehrwertsteuersenkung
Durch die Mehrwertsteuersenkung auf Logis in Deutschland – von 19% auf 7% – kommt Österreichs Tourismus stark unter Zugzwang: „Deutschland, aber auch Frankreich und die Schweiz haben sich mit niedrigen Steuersätzen einen großen Wettbewerbsvorsprung herausgearbeitet. Wenn wir da aufholen wollen, müssen wir besser aufgestellt sein“, so Schellhorn.

 

Arbeitsmarkt- und Ausbildungsmotor Tourismus

Die Entwicklung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem BIP-Anteil von 15,1 % im Jahr 2010 wirkt sich massiv auf die Gesamtwirtschaft aus. Jeder 5. Vollarbeitsplatz hängt von dieser Branche ab. Alleine die ÖHV-Mitglieder erwirtschaften mit ihren rund 152.000 Betten (das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie) und mehr als 40.000 Mitarbeitern einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. 80 % der Investitionen gibt die Hotellerie im Umkreis von 90 km aus.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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