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Zu Besuch bei Josefine

13.05.2015

Seit dem 3. Dezember 2014 gibt es in der Laudongasse das schmucke, kleine Café Josefine. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung ist das erste Fazit positiv

Die Inhaber haben in ihrem Lokal ihre eigenen Vorstellungen umgesetzt.

Text: Sophie Liebhart

Ganz klassisch stehen im Café Josefine Kaffee und Frühstück im Mittelpunkt. Den Kaffee bezieht das junge Team von der Spezialitätenrösterei „Felix Teiretzbacher“ in Sankt Pölten. Einer der beiden Teilinhaber führt in Sankt Pölten zwei weitere Kaffeehäuser. Der zweite, sein Bruder, Sebastian Sandler, und dessen Freundin, Alice Csango, leiten als Quereinsteiger das Tagesgeschäft in der Laudongasse. Sie legen großen Wert auf guten Kaffee und regionale Produkte.

Das Frühstück wird ganztags serviert, die Auswahl ist eine Hommage an verschiedene Frauen, die mit dem Café eines gemeinsam haben – und zwar den Namen. So kann man zum Beispiel aus „Josefine Hawelka“ (Gebäck, Butter, Marmelade) oder „Josephine Butler“ (Gebäck, Butter, Schinken, Käse, Staud’s Marmelade, weiches Ei) auswählen. Der Teilinhaber, Sebastian Sandler, sieht einen eindeutigen Trend in der Wiener Kaffeehaus-Szene hin zu Kaffee aus kleinen, oft österreichischen Röstereien. „Immer mehr kleine Cafés setzen auf Qualität“, sagt er.

Ein direktes Vorbild für das Café Josefine gab es nicht. Natürlich kenne man viele gute und schlechte Kaffeehäuser, wenn man selbst gerne Kaffee trinkt. Aber das Team „wollte hier vor allem seine eigenen Vorstellungen umsetzen“, sagt Sandler. Neben dem Fokus auf guten Kaffee stehen kleinere Speisen auf der Karte. Ausgefallene Lampen und bunte Polster treffen auf klassischen Kaffeehausstil mit dunklen Holzmöbeln und Plakaten an den Wänden.

Im Café Josefine ist die Empfehlung des Hauses die „kleine Josefine“– eine hauseigene Kaffee-Komposition: Ein Espresso, der im kleinen Wasserglas serviert wird, mit Kakao-Topping auf der Crema und mit Milchschaum aufgegossen. Das Müsli „Fini Granola“ ist hausgemacht und wird mit frischen Früchten und einem Chia-Samen-Topping serviert. Die immer beliebteren Bio-Säfte kommen von einem befreundeten Produzenten. Regionales anzubieten, wo es möglich ist, ist Teil des Konzepts. Denn wenn man weiß, wo die Produkte herkommen, „kann man sich auch damit identifizieren“, sagt Sandler.

Abends wird aus dem Café eine Bar. Vom Kaffee steigen die Gäste dann auf alkoholische Getränke um. Der Wein kommt aus dem Burgenland und dem Kremstal, außerdem zieren etliche Cocktail-Kreationen die Karte. Das Konzept scheint aufzugehen: Das Café Josefine macht die Laudongasse, die sonst eher nur abends belebt ist, auch schon am Vormittag besuchenswert und bereichert den namensgebenden achten Bezirk. Ab Juni können Kaffee, Frühstück und Cocktails auch im Gastgarten genossen werden.


Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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