Direkt zum Inhalt
Gegenbauer sagt dem Bio-Siegel "adieu".

Zu viel Bürokratie: Essigpapst pfeift auf Bio-Zertifizierungen

09.03.2016

Erwin Gegenbauer macht Schluss mit dem Bio-Siegel und trennt sich nach eigener Aussage "von lästiger Bürokratie und einem kostenintensiven Zeitfresser". Er will mit diesem Schritt ein "Statement für qualitätsbewusste Verbraucher" setzen. Weil Kaufentscheidungen sollten "nicht auf Labeln gründen".

Bio ist für Erwin Gegenbauer laut Aussendung "nicht immer logisch und Produkte werden durch den Aufdruck nicht automatisch besser". Auch die "lästige Bürokratie" dürften den Wiener Essig-Unternehmer zu diesem Schritt bewogen haben. 

In einer Aussendung schreibt er, dass ihn die "häufig mühselige Zusammenarbeit mit Kontrollstellen bereits seit Jahren" belaste. Ein Beispiel: "Wenn Supermarktketten steirisches Kürbiskernöl anbieten, das aus minderwertigen Bio-Kürbiskernen aus China hergestellt wird".Auch dieses „industrielle Unwesen“ habe Gegenbauer dazu bewogen, seine Entscheidung öffentlich zu machen. 

Gegenbauer: „Nachhaltig produzieren wir aus Selbstverständlichkeit schon seit mehr als 20 Jahren. Und die Naturprodukte, die wir verwenden, zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Braucht es dafür ein aufwendig erworbenes Siegel? Nein.“

Gegenbauer habe mit dem Wiener Bier oder seinen Frucht-, Wein- und Balsamessigen genug Erzählstoff, er müsse Verbrauchern "keine geschönten Geschichten mit Bio-Label vorsetzen". 

Gegenbauer appelliert "an die Eigenverantwortung" und will Konsumenten aufrütteln, sich nicht von Marketingstrategien beeinflussen zu lassen, die die teilweise unschöne Wahrheit hinter den Siegeln verschleiern. 

www.gegenbauer.at

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung
Werbung