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Zu wenig Lehrlinge

27.10.2004

Während es im Allgemeinen an Lehrstellen mangelt, steht in der Tourismusbranche dem Überangebot an Lehrstellen ein Mangel an Lehrlingen gegenüber – trotz Karrierechancen rund um den Erdball.

Die beruflichen Möglichkeiten sind im Tourismus äußerst facettenreich. Trotzdem ist die Tourismusbranche die einzige Branche Österreichs, wo es mehr Lehrstellen als Lehrlinge gibt. Dazu kommt noch ein eklatantes Ost-West-Gefälle, weshalb sich die Lage vor allem in Tirol zuspitzt.
Die Situation ist schlichtweg unbegreiflich. Kaum ein Bereich weist eine derartige Vielfalt an Berufen auf, hat so viel Entwicklungspotential für die Zukunft, bietet viel Kontakt zu anderen Menschen und jede Menge Möglichkeiten für Auslandserfahrungen. Von den Karrierechancen im In- und Ausland ganz abgesehen.
Branche mit vielen Vorteilen
Während viele Österreicher dank ihrer qualitativ hochwertigen Ausbildung und ihres Engagements im Ausland gefragte Leute sind, fristet die Branche bei den Jugendlichen im eigenen Land ein „Mauerblümchen-Dasein“. Deshalb war es für Spartenobmann Johann Schenner, der sich bewusst ist, dass der Tourismus sichere Arbeitsplätze für die Zukunft bietet, „ein Gebot der Stunde, dafür etwas zu tun“. Auf seine Initiative hin startete die WKÖ eine Lehrlingskampagne. Und Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Bundessparte Tourismus, ist froh darüber: „So können wir als Sparte ein Zeichen setzen und auf die Vorteile der Branche aufmerksam machen.“
Hochwertige Ausbildung
Die ÖGZ beteiligt sich bis zum Frühjahr 2005 mit einer umfassenden Lehrlingsserie, die mit der aktuellen Ausgabe startet und aus sechs Hauptpunkten bestehen wird. Der erste Punkt befasst sich mit der allgemeinen Lehrlingssituation im Tourismus. Angefangen von den Lehrlingszuwächsen und offenen Lehrstellen, über das Ansehen der Aus- und Weiterbildung bis zur Arbeitssicherheit und den Wachstumschancen der Branche. Weiter geht es mit der Vorstellung aller Lehrberufe im Tourismus, wobei auch auf die Einsatzgebiete und die Zukunftsperspektiven eingegangen wird. Der dritte Punkt ist der „Karriere mit Lehre“ gewidmet, mit besonderen Einblicken durch Interviews mit Lehrlingen und erfolgreichen Touristikern. Der vierte Punkt beinhaltet einen Leitfaden zur Lehrlingsausbildung und ist gleichzeitig ein Ratgeber für Lehrbetriebe. Darüber hinaus sind Beiträge zu den Veranstaltungen von KR Egon Blum, dem Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung als auch vom Projekt „Mediation als Konfliktlösungstool“ geplant.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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