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Zufriedenheit im Westen

12.01.2010

Die Stimmung über das vergangene Tourismusjahr ist zweigeteilt. Die Zufriedenheit ist im Westen größer als im Osten, ergab die von Hans Schenner gestern präsentierte Erhebung. Für diesen Winter erwartet die Brance einen guten Saisonverlauf, wenn auch mit Abstrichen.

Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftkammer

"Die Stimmung im österreichischen Tourismus ist zwar tendenziell etwas vorsichtiger als im Vorjahr, aber trotzdem überwiegend positiv", berichtete Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), aus den Ergebnissen der aktuellen Erhebung des Market-Instituts zur Stimmungslage im österreichischen Tourismus. Der Tourismus-Obmann präsentierte die Ergebnisse am Montag Abend gemeinsam mit Market-Vorstand David Pfarrhofer. Die österreichischen Tourismus- und Freizeitbetriebe beurteilen die vergangene Sommersaison 2009 überwiegend positiv: 69 Prozent der befragten Unternehmen zeigen sich rückblickend zufrieden. "Dieser Wert liegt sogar leicht über jenem der letzten beiden Jahre", berichtete Pfarrhofer.

Osten ist unzufriedener als der Westen

"Für die heurige Wintersaison erwarten die Betriebe einen guten Saisonverlauf - wenn auch mit Abstrichen", brachte Schenner die Ergebnisse der Befragung von rund 1.600 Hotel- und Gastronomiebetriebe im ganzen Land auf den Punkt. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass 62 Prozent der Befragten der Wintersaison 2009/2010 positiv entgegen sehen. 54 Prozent der Hoteliers bewerten den bisherigen Verlauf des Winters hinsichtlich der Nächtigungszahlen eher positiv. Damit ist dennoch ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr spürbar. Und, so Schenner weiter: "Österreich präsentiert sich in mehrerer Hinsicht zweigeteilt". Denn, so Meinungsforscher Pfarrhofer: "Vor allem mehr Betriebe im Osten sowie in den Städten zeigen sich unzufrieden, während das Resümee im Westen überdurchschnittlich positiv ausfällt."

Leichtes Minus statt schweren Einbrüchen

Insgesamt sehen knapp zwei Drittel der Tourismusunternehmen der Saison mit Zuversicht entgegen, etwa ein Drittel ist skeptisch. "Im Trendverlauf ist somit ein leichter Rückgang hinsichtlich der Zuversicht der Betriebe erkennbar, was wohl auf die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist", analysierte Schenner das derzeitige Stimmungsbild. Pfarrhofer zu den Erhebungsergebnissen weiter: "Die Tourismusbranche wird zwar ein leichtes Minus hinnehmen müssen, von dramatischen Einbrüchen kann aber keine Rede sein." "Allerdings hatte der österreichische Tourismus auch schon ohne Krise größere Rückgänge. Das haben wir ausgestanden. Und genauso wird die Branche auch diesmal durchtauchen", zeigte sich der Tourismus-Obmann optimistisch.
Die Umfrage zeigt auch klar die Erwartungshaltung der Unternehmerinnen und Unternehmer an die Bundesregierung: Man wünscht sich vor allem eine Senkung der Lohnnebenkosten, eine Vereinfachung der Verwaltung und Maßnahmen zur Unterstützung der Kaufkraft in Österreich. Viel Zustimmung ernten auch die Forderungen nach einem vereinfachten Zugang zu Krediten sowie nach vermehrten Anstrengungen im Klimaschutz.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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