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Zugänglich & detailverliebt

21.07.2011

Das neue Wiener Lokal Flatschers hat rasch für Aufmerksamkeit gesorgt. Ein klares Konzept und viel Liebe zum Detail sind Teil des Erfolgscocktails.

Schwellenangst nehmen und das Lokal zugänglich machen – das war die Vorgabe für den Eingangsbereich; mit einer eleganten Glaswand wird der Nichtraucherbereich vom vorderen Lokalteil samt Bar getrennt.

Es ist immer spannend, zu beobachten, wie sich ein Lokal neu erfindet. In der Kaiserstraße 113, wo sich im Flatschers heute Abend für Abend Hunderte Gäste drängen, befand sich bis vor ein paar Monaten das „Pullitzer“, in das sich nur selten Gäste verirrten.

Hinter dieser Veränderung steht jener Mann, dessen Name das neue Lokal trägt: Andreas Flatscher.

Er ist in der Wiener Lokalszene kein Unbekannter. Mit der Wäscherei in der Laudongasse hatte er über zehn Jahre bewiesen, wie man ein „szeniges“ Lokal auf gemütlich führt, bevor er es vor rund zwei Jahren schlussendlich verkauft hat.

„Ich habe mir einmal eine Auszeit genommen und wollte dann etwas Neues machen. Mich hat das Thema Fleisch und da vor allem Steaks total interessiert“, erklärt Flatscher.

Hat er keine Angst gehabt, ein Lokal zu übernehmen, das nicht funktioniert hat, vielleicht weil einfach die Lage schlecht ist?
Solche Gedanken sind Flatscher nicht gekommen. „Bei jedem Standort gibt es Vor- und Nachteile. Die Lage hier ist eigentlich gar nicht so schlecht. Schlussendlich muss man als Gastronom einfach permanent dahinter sein, dass die Gäste kommen“, weiß Flatscher.

Als Erstes ging es in den Planungsgesprächen mit Bernd Staudinger vom Einrichter id-werkstatt darum, den Gästen die Schwellenangst zu nehmen. Deshalb wurde der Neugestaltung des Eingangsbereichs große Aufmerksamkeit geschenkt.

„Das Lokal war eigentlich top eingerichtet, was die Technik betrifft, aber es war einfach nicht gemütlich. Für uns ist immer wichtig, dass ein Lokal als Kommunikationsplattform funktioniert, also haben wir unterschiedliche Bereiche geschaffen, die das Flatschers zu jeder Tageszeit gemütlich machen“, erklärt Staudinger.

Zu einer guten Stimmung gehören aber auch die richtigen Getränke. Flatscher setzt dabei auf gepflegte Bierkultur und schenkt – ohne aufgesetztes Getue – Biere aus, die es in Wien bislang nicht gab: etwa ein Münchner Augustiner und das Salzburger „Die Weiße“ vom Fass.

www.id-werkstatt.at
www.flatschers.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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