Direkt zum Inhalt

Zum Dinner auf den Golfplatz

14.10.2008

Um den Golfclub Fontana ist es zuletzt medial etwas ruhig geworden. Schade eigentlich, denn kulinarisch weht hier ein wohltuend frischer Wind

Restaurants, die derart exponiert sind, wie das in Frank Stronachs Golfclub Fontana im niederösterreichischen Oberwaltersdorf, haben es nicht leicht.
Am Anfang werden sie medial enorm gehypt, doch spätestens nach dem ersten Tief interessiert sich niemand mehr für solche Lokale. Für Küchenchef Stefan Waldbauer, der immerhin schon seit drei Jahren hier kocht, kam noch erschwerend hinzu, dass er nach dem Abgang des mit zwei Hauben ausgezeichneten Günter Maier zusätzlich zum Restaurant auch noch ganztägig die Sportsbar mit warmen Speisen zu versorgen hatte. Die Hauben waren bald Geschichte und das Fontana versank in (medialer) Vergessenheit.
Neustart mit verteilten Rollen
Dabei kann Küchenchef Stefan Waldbauer hervorragend kochen, schließlich war er u. a. vier Jahre bei Reinhard Gerer im Korso, als dort noch auf höchstem Niveau gewerkt wurde. Vor Kurzem hat sich das Management im Fontana dazu entschlossen, die Küchen für À-la-Carte-Restaurant und die Sportsbar wieder zu trennen, um im Restaurant für neuen Schwung zu sorgen. Seither darf Waldbauer im A la Carte-Restaurant endlich so kochen, wie er es eigentlich immer schon wollte.
"Wir haben hier ein tolles Publikum, das sich das eine oder andere Luxusprodukt durchaus leisten kann. Trotzdem will ich diesbezüglich nicht übertreiben. Mich interessiert viel mehr, Bodenständiges mit einem Schuss Extravaganz zu kochen. Diese Liebe zum Detail, auch bei scheinbar einfachen Produkten, war das Wichtigste, was ich von meiner Zeit bei Reinhard Gerer mitnehmen konnte", erklärt Waldbauer.
So liest sich dann auch die aktuelle Karte. Neben einigen unverzichtbaren (und ebenfalls köstlichen) Luxusprodukten wie Gänseleber, Langostinos, Jakobsmuscheln oderBresse-Taube setzt Waldbauer auch auf Gerichte wie Regenbogenforelle, Zander, gebackenes Kalbsbries oder lauwarm mariniertes Kalbszüngerl.
Standards & Abwechslung
"Wir haben hier viele Gäste, die zumindest einmal die Woche kommen, also habe ich regelmäßig etwas Neues auf der Karte. Andererseits gibt es immer auch unsere heiß geliebten Klassiker wie Carpaccio oder Lammrücken. Würde ich die von der Karte nehmen, hätten wir wohl eine kleine Revolution unter den Gästen", so Waldbauer.
Apropos Gäste. Auch hier ist das Fontana dank Golfclub, Magna-Zentrale und Wohnpark immer gut gebucht. Doch obwohl es nur rund 25 Minuten von Wien entfernt ist, verirrten sich in den letzten Jahren nur wenige Wiener Gäste ausschließlich wegen des Essens nach Oberwaltersdorf. Das soll sich dank des neuen Konzepts nun wieder ändern.
Fontana Restaurant, 2522 Oberwaltersdorf, Tel.: 02253/600 2300
Wolfgang Schedelberger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

In Salzburg und Oberösterreich haben sich wieder viele kleine Röstereien etabliert.
Cafe
25.11.2020

Die Kaffeeszene von Salzburg und Oberösterreich hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. In diesen beiden Bundesländern hat es noch nie so viele Kaffeeröster gegeben, die ihrem Handwerk ...

Gastronomie
23.11.2020

Ab sofort kann der Fixkostenzuschuss 2 über FinanzOnline beantragt werden. Hier alle Details. 

Die Corona-Hilfen für Gastronomie und Hotellerie werden verlängert.
Hotellerie
23.11.2020

Die Bundesregierung wird die Unterstützungsmaßnahmen für den Tourismusbereich verlängern. Es geht um die Mehrwertsteuersenkung auf Speisen, Getränke und Nächtigungen, ebenso wie auch die ...

Mobile Luftreiniger könnten zum Gamechanger für Innenräume werden.
Gastronomie
19.11.2020

Der Lockdown geht vorbei, Viren werden bleiben: Wie man Innneräume für Personal und Gäste sicher reinigt, ist nicht ausschließlich eine Frage des richtigen Lüftens. Es gibt da ein praktisches ...

Michael Duscher ist seit heuer neuer Geschäftsführer des Niederösterreich Tourismus.
Tourismus
19.11.2020

Niederösterreich Tourismus hat seine Strategie 2025 präsentiert. Die ÖGZ sprach mit Geschäftsführer Michael Duscher über den Wertewandel durch Corona, 
Aufholbedarf beim Freizeittourismus ...

Werbung