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Zuversicht in Vorarlberg

21.07.2005

Die Vorarlberger Beherbergungsbetriebe verzeichnen in der bisherigen Sommersaison einen Nächtigungsrückgang von -5,70 %. In den Monaten Mai und Juni gab es in Vorarlberg 690.716 Nächtigungen (im Vergleich zu 733.011 Nächtigungen im Jahr 2004). Durch die früh gelegenen Feiertage, die heuer im Mai ein Plus von 6 % bei den Übernachtungen mit sich brachten, muss für den Juni eine Veränderung von –12,5% festgestellt werden. In absoluten Zahlen sind es knapp 60.000 Nächtigungen weniger als im Jahr 2004.

Die Stimmung in den einzelnen Destinationen ist laut Umfrage von Vorarlberg Tourismus trotzdem zuversichtlich, wenn auch durch die Kurzfristigkeit der Buchungen noch einiges offen bleibt (siehe weiter unten).
Landestourismusdirektor Mag. Christian Schützinger: „Wir sind uns der Spontaneität der Gäste bewusst und bleiben deshalb während der Saison durchgängig mit Werbemaßnahmen präsent.“ Im süd- und mitteldeutschen Raum werden am kommenden Wochenende beispielsweise 150.000 Vorarlberg-Folder mit konkreten Packages gestreut.

„Mittelfristig können wir uns der Wetterabhänigkeit und der Spontaneität im Buchungsverhalten nur entziehen, indem wir den Bergurlaub im Sommer durch ein gesundheitsförderndes Angebot verstärken und kulturelle Aspekte des Urlaubes in Vorarlberg mehr in den Vordergrund rücken“, so Schützinger. Welche Chance der Gesundheitstourismus birgt, wurde nicht zuletzt beim Zukunftsforum in Lech am Arlberg deutlich. Urlaub müsse wieder zum Erholungsaufenthalt werden, so der Tenor der 15 hochrangigen Referenten. Gerade die Bergwelt bietet hier optimale Bedingungen.

Aus den Destinationen:
· Mag. Ulrike Marte, Bregenzerwald Tourismus: „Im Bregenzerwald war der Frühsommer (Mai und Juni) sehr zufriedenstellend. Ab Ende Juli sind wir ganz gut gebucht und im August sogar sehr gut. Also, insgesamt keine schlechte Momentanaufnahme.“

· Alpenregion Bludenz: „Die Buchungen laufen heuer eher schleppend. Außer während der Zeit des Open Airs sind in allen Kategorien noch Kapazitäten frei.“

· Mag. Harald Köhlmeier, Bodensee-Vorarlberg Tourismus: „Bei uns sieht der Sommer auf jeden Fall positiv aus. Wir werden das Vorjahresergebnis mindestens erreichen.“

· Winfried Nesensohn, Kleinwaltertal Tourismus: „Die Stimmung ist geteilt. Während die 4-Stern-Hotels zufrieden sind, schauen die Ferienwohnungen und Privatzimmer in dieser Saison einem Minus entgegen. Das Anfrageverhalten kann man als eher ruhig bezeichnen.“

· Arno Fricke, Montafon Tourismus: „Ähnlich wie im Vorjahr ist auch heuer zu beobachten, dass das Buchungsverhalten noch wetterabhängiger und kurzfristiger wird. Kunden buchen außerdem verstärkt preis/leistungsorientiert, weil das Urlaubsbudget bei den meisten eher kleiner wird. Zur angespannten Wirtschaftssituation in unseren Märkten kommen immer höher steigende Benzinpreise dazu. Im Vergleich zu den Low-Cost-Carriern stimmt hier die Preissituation überhaupt nicht mehr.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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