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Franz Kirchweger (Obmann der Erzeugergemeinschaft Frischei), LK-Präsident Josef Moosbrugger und AMA-Qualitätsmanager Martin Greßl plädieren für Transparenz bei Eiprodukten.

AMA-Eierrichtlinie auch für Flüssigei und Eipulver

24.04.2019

Die neue Richtlinie für Eiprodukte soll deren Herkunft auch ohne bedruckte Eierschale nachvollziehbar und kontrollierbar machen.

Zwei Drittel des Ei-Bedarfs werden als Frischei gekauft und gegessen, deren Herkunft ist auf jedem Ei transparent nachvollziehbar. Der Rest wird in der Gastronomie und Verarbeitung eingesetzt – meist als anonymer Rohstoff. Die AMA startet in Kürze mit der neuen Richtlinie für die durchgängige Absicherung von Qualität und Herkunft von Eiprodukten.

Mehr Transparenz

Martin Greßl, Leiter des Qualitätsmanagements der AMA, sieht die Richtlinie als Angebot für mehr Transparenz für das Ei in der Verarbeitung. „Jedes Ei, das einen AMA-Gütesiegel-Legehennenbetrieb verlässt, ist gestempelt und gibt den Konsumenten beim Einkauf von frischen Eiern Information über Herkunft und Haltungsform. Bei verarbeiteten Lebensmitteln wie Nudeln oder Kuchen ist die Herkunft des Rohstoffes Ei kaum nachvollziehbar.

Nachvollziehbarkeit für Gastronomie und Großküchen

Mit unserer neuen Richtlinie sichern wir nun Flüssigei und Eipulver durchgängig ab, damit die Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Verarbeiter die Haltungsform und Herkunft der Eier klar angeben können“, so Greßl. Der Qualitätsmanager erhofft sich durch die neue Richtlinie auch einen Schub in Richtung mehr Vertragsproduktion. „Bei Flüssigei haben wir in Österreich einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Da ist noch viel Potenzial vorhanden“, meint Greßl.

AMA strenger als das Gesetz

Zur Herstellung von AMA-Gütesiegel-Eiprodukten dürfen nur Hühnereier aus Boden-, Freiland- oder biologischer Haltung eingesetzt werden. Diese müssen von AMA-Legehennenbetrieben stammen. Bei den Qualitätsparametern sind die AMA-Kriterien strenger als die gesetzlichen Vorgaben. So sind Farbstoffe verboten und es gibt Richtlinien für mikrobiologische, chemisch/physikalische und sensorische Qualitätsparameter, die eingehalten werden müssen. Dies wird in Labors regelmäßig kontrolliert.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Original erschienen am 24.04.2019: Handelszeitung.
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