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Lidl: 70 % weniger Plastik mit neuen Frischfleischverpackungen

27.09.2019

Ab sofort bietet Lidl Österreich alle Frischfleisch-Steaks der österreichischen Qualitäts-Eigenmarke „Wiesentaler“ in Karton-Verpackungen an. Das spart pro Jahr rund sechs Tonnen Kunststoff. Zusätzlich sind alle Verpackungsmaterialen recyclingfähig.

Lidl Österreich macht im Rahmen der konzernweiten 360°-Plastikstrategie einen Schritt nach vorne und setzt eine weitere Maßnahme zur Plastikreduktionen bei Verpackungen um. Ab sofort sind alle „Wiesentaler“ Frischfleisch-Steaks nicht mehr in Kunststoffschalen, sondern in recyclingfähigen Kartons mit einer hauchdünnen, abziehbaren Folie verpackt. Die dünne Folienschicht liegt durch ein Hochvakuum eng am Fleisch und sorgt für die nötige Frische und eine längere Haltbarkeit. „Die neuen Verpackungen aus Karton reduzieren den Kunststoffanteil pro Verpackung um ca. 70%. Damit sparen wir pro Jahr rund sechs Tonnen Kunststoff ein“, so Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Lidl Österreich. Ein weiterer Vorteil der neuen Verpackungen: Alle Materialien sind getrennt voneinander recyclingfähig.  

REset Plastic

Lidl Österreich setzt in verschiedenen Bereichen auf die Vermeidung und Reduzierung von Verpackungsmaterialien. „Wir sagen ‚Pfiat di, Plastik‘ und verfolgen im Rahmen unserer 360°-Plastikstrategie einen klaren Ansatz: Vermeiden, reduzieren, wiederverwerten“, sagt Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Dafür hat sich Lidl drei großen, übergeordneten Zielen verpflichtet:

  • Aus für Einweg-Plastikartikel bis Ende 2019
  • 20 % weniger Plastikverpackungen bis 2025
  • 100 % recyclingfähige Kunststoffverpackungen bis 2025

Lidl Österreich hat schon viele Maßnahmen umgesetzt:

  • Umweltfreundlichere Zellulosenetze für Bio-Gemüse
    - Bio-Zwiebeln und Bio-Kartoffeln seit 2014
    - Bio-Knoblauch, Bio-Rote Rüben und Bio-Rettich seit 2016
  • Weniger Verpackungsmaterial bei Bio-Bananen (-87 %) -> Umstellung auf Banderole
  • Umweltschonendere Kartontassen bei Suppengemüse, Snackmix, Paprika-Mix und Porree
  • Topseal-Folie statt Kunststoffdeckel bei Heidelbeeren
  • Zuckerrohrpapier statt Kunststoff bei Physalis
  • Karton und Holzwolle statt Plastik bei Äpfeln und Ochsenherztomaten
  • Test: Laserbeschriftung bei Bio-Avocados statt Verpackung
  • Verkaufsstopp von Einweg-Plastiksackerl seit 2017
  • Weniger Verpackungsmaterial bei Eigenmarken-Nüssen (-10 bis -15 %)
  • Reduktion unserer Eigenmarken-Waschmittelverpackung bei gleichzeitiger Erhöhung der Konzentration -> So sparen wir rund 17 Tonnen Plastik im Jahr!
  • Verzicht von Polybags aus Plastik bei ausgewählten Textilartikeln -> Einstecker und Banderolen aus Karton als Alternativen
  • Teebeutel der Eigenmarken Lord Nelson und FAIRGLOBE sind zu 100 % frei von Kunststoff!
  • Steigerung des Anteils an recyceltem Kunststoff für „Saskia“-PET-Flaschen auf bis zu 100 % und Reduktion des Gewichts bei Eigenmarken-PET-Flaschen
  • Einsatz von Recyclingmaterialien für Reinigungsmittelverpackungen (bis zu 80 % aus PET-Recyclingmaterial)
  • Verzicht auf Plastikdeckel bei allen „Ein gutes Stück Heimat bio“- sowie ausgewählten „Alpengut“-Molkerei-Produkten
  • Karton- statt Aluschale bei Schlemmerfilet
  • Papier-Skins statt Kunststoff bei dauerhaft- und in Aktion-erhältlichen Steaks
  • Reduktion und Optimierung von Verpackungsfolien bei Eigenmarken-Produkten
  • Verpackungsempfehlung für unsere Lieferanten zur Nutzung der Potenziale für Plastikeinsparung und Verbesserung der Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen.

Folgende Maßnahme sind unmittelbar vor oder in Umsetzung:

  • Aus für Einweg-Plastikprodukte (z.B. Trinkhalme, Einweggeschirr usw.) bis Ende 2019
  • Flächendeckende Einführung von wiederverwendbaren Obst- und Gemüsenetzen (ab Oktober 2019
Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
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