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Österreichische Milch als Exportschlager

21.03.2019

Die heimischen Molkereien konnten die exportierte Menge 2018 um 4,1 Prozent steigern.

Milch und Milchprodukte im Ausmaß von € 1,23 Mrd. konnten die heimischen Molkereien im Jahr 2018 exportieren. Dies entspricht einem Plus von € 48 Mio. oder 4,1% im Vergleich zum Vorjahr. „Dies zeigt, dass es der österreichischen Molkereiwirtschaft im letzten Jahr gelungen ist, mit heimischer Qualitätsware auch im Ausland zu punkten“, erklärt der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Dir. Helmut Petschar zu den nunmehr vorliegenden vorläufigen Außenhandelszahlen der Statistik Austria.

Exportüberschuss trotz wachsender Importe

Ebenfalls gestiegen sind - wenn auch in einem etwas geringeren Ausmaß - die Importe von Milchprodukten. Diese erreichten einen Gesamtimportwert von € 831 Mio., damit konnte ein leicht gestiegener positiver Außenhandelssaldo von € 401 Mio. erreicht werden. Der steigende Importteil zeigt allerdings, dass der Außenhandel keine Einwegstraße ist, sondern Österreich auch ein sehr begehrtes Absatzland für ausländische Milchproduzenten darstellt.
Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist Käse, hier wurden 152.000 Tonnen um € 617 Mio. exportiert, während 121.000 Tonnen um € 476 Mio. importiert wurden, gestiegen sind Importe als auch Exporte, wobei die Durchschnittserlöse im Export leicht zulegen konnten und die Importpreise leicht zurückgingen. Zweitwichtigste Exportgruppe sind flüssige Milchprodukte, hier kam es exportseitig zu einem Rückgang auf 655.000 Tonnen oder € 289 Mio., gefallen sind die Versandmilchmengen, was Hinweise auf die höhere Verarbeitungstiefe in Österreich gibt, während steigende Importe im Ausmaß von 207 Mio. Tonnen um € 111 Mio. erfolgten. Drittwichtigste Gruppe ist der Bereich fermentierte Milchprodukte, Joghurt usw. Hier gab es leichte mengenmäßige Rückgänge bei leicht steigenden Preisen im Export, ähnlich gab es rückläufige Importmengen. Die Molkeexporte sind bei leicht rückläufigen Mengen auf € 104 Mio. gestiegen, die Importe an Molkeprodukten betrugen € 47 Mio. Bei Butter kam es zu Importen von 17.500 Tonnen, während 3.700 Tonnen exportiert wurden. Wichtigste Exportländer waren Deutschland, Italien und Australien, Hauptimportländer waren ebenfalls Deutschland und Italien gefolgt von den Niederlanden.

Import im Billigsegment

Der hohe Exportanteil in der österreichischen Milchwirtschaft zeigt, wie wichtig die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten ist, hier konnte Österreich vor allem durch seine hohen Qualitäten punkten. Gleichfalls muss die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter allerdings einen steigenden Importanteil feststellen, wobei diese Produkte vor allem bei den Preiseinstiegsmarken im Lebensmittelhandel und in der Verarbeitung landen. Eine verbesserte Herkunftskennzeichnung könnte hier Abhilfe schaffen. „Wenn der Konsument die Herkunft und damit die Produktionsweise der Lebensmittel nicht erfährt, hat er keine gute Entscheidungsgrundlage für den täglichen Einkauf, eine gute Herkunftskennzeichnung ist daher dringend notwendig“, ergänzt Petschar.

Autor/in:
Redaktion.Handelszeitung
Original erschienen am 21.03.2019: Handelszeitung.
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