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So soll bald das Essen im Hotel präsentiert werden: Vorbild war ein Bauernmarkt.

Alles gut im Forsthofgut

24.05.2018

Das neue Kulinarik-Konzept des Leoganger Naturhotels von Christina und Christoph Schmuck ist ein leidenschaftliches Bekenntnis zu Regionalität, Nachhaltigkeit, fairem Handel und biologisch orientierter Landwirtschaft.

 

Christina und Christoph Schmuck
Gesamtansicht mit Wald-Spa

Wie können Obst, Gemüse, Käse, Kaffee oder Brot so präsentiert werden, dass den Gästen allein beim Anschauen das Wasser im Mund zusammenläuft? – Diese Frage beschäftigte Christina und Christoph Schmuck schon seit längerem. Die Antwort fand das Hotelier-Paar schließlich auf einem Salzburger Bauernmarkt. „Da verkaufen Bäuerinnen duftendes Brot, Obst und Gemüse glänzt bunt in hübschen Holzkisten, und es ist eine Freude, dort herumzuschlendern und zu gustieren. So ein Erlebnis wollten wir auch unseren Gästen bieten“, sagt Christian Schmuck. Weil sowieso eine Vergrößerung der Hotelküche anstand, beschlossen die beiden, auch gleich den Restaurantbereich zu renovieren. Gemeinsam mit dem Brixlegger Tourismus-Architektenbüro Geisler & Trimmel entwickelten die Schmucks das Konzept einer „Markthalle“ für ihr Hotel. 

Im neuen Buffet-Bereich, der in einzelne Genuss-Stationen gegliedert ist, können sich Gäste ihre Wunschprodukte direkt wie auf dem Markt persönlich aussuchen. Neben einer Käserei mit Reifeschränken gibt es eine Metzgerei, Bäckerei, Smoothie-, Milch- und Kaffeebar sowie eine Vinothek und einen Obststand. In der Kaffeebar kredenzt ein professioneller Barista frische Kaffeekreationen aus Bohnen verschiedenster Länder.

Außerdem ist der gesamte Buffet-Bereich „komplett verpackungsfrei. Wir verwenden nur Glas – es gibt kein Plastik“, so Christina Schmuck. Für das neue Kulinarik-Konzept hat das Salzburger Hotel sein Personal um rund ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt. „Wir machen alles selbst – von den Säften über die Smoothies bis zu den Nudeln. Das ist natürlich arbeitsintensiver, aber es ist auch schön, Arbeitsplätze für die Region zu schaffen“, sagt die Hotelchefin.

Pommes-freie Zone 

Der À-la-carte-Bereich wurde ebenfalls erweitert. Das mit zwei Hauben prämierte Fine-Dining-Restaurant „echt. gut essen“ ist nun direkt in die Küche integriert. Dort können künftig acht bis zehn Personen am „Chef’s Table“ von Haubenkoch Michael Helfrich Platz nehmen, tafeln und dem Meister beim Kochen zuschauen. 

Das neue À-la-carte-Restaurant „1617“ ist nach dem Entstehungsjahr des Forsthofs benannt und wird traditionell österreichische Küche anbieten. Kinder finden in der „ForsthofgutKÜCHE“ eine Pommes-freie Zone. 

„Thematische Grundpfeiler des neuen Konzepts sind die drei Genuss-Linien „Alpine“, „Lokal“ und „Vegan“, die sowohl das Beste aus den Alpenländern als auch aus der Region sowie hochwertige Kompositionen für Veganer auf den Tisch zaubern“, erklärt die Hotelière. Sämtliche Produkte werden in Zukunft nicht nur von lokalen Lieferanten, sondern auch von dem neuen hoteleigenen Bergbauernhof mit Gänsen, Schweinen, Hühnern und Lämmern auf 1.000 Metern Seehöhe stammen. Dabei liegt es dem naturverbundenen Haus besonders am Herzen, dass es seine Zutaten aus einem Radius von maximal 50 Kilometern bezieht. Hierfür gibt es im Forsthofgut das eigens entwickelte Gütesiegel „R50“. 

Verantwortungsbewusst genießen

Das enge Vertrauensverhältnis zu den Lieferanten spielt für die Familie Schmuck eine ausschlaggebende Rolle. Diese Verantwortung spiegelt sich unter anderem in der Herkunft der Lebensmittel wider. So stammen die Bio-Milch, der Bergkäse und die Bio-Eier frisch von dem benachbarten Bauernhof in Leogang. Das Rind- und Schweinefleisch kommt zu 100 Prozent aus Österreich und das Wildfleisch ausschließlich aus dem Bundesland Salzburg sowie aus dem eigenen Wildgehege. Selbstverständlich kommt auch nur Fisch aus nachhaltigem Fang auf die Teller. Schokolade bezieht das Forsthofgut von der österreichischen Confiserie Berger mit Fairtrade-Gütesiegel. Und geheizt wird mit Holz aus den eigenen Wäldern: „Uns ist es sehr wichtig, das Hotel im Einklang mit der Natur zu führen“, sagt die Hoteldirektorin und „es ist ein gutes Gefühl, nachhaltig zu handeln“. Das Hotel Forsthofgut sperrt – nach der Renovierung – Mitte Juni wieder auf. 

www.forsthofgut.at

Autor/in:
ute.fuith
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