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Ungewöhnliche Appartements am Weißensee: zu zwei Dritteln unter der Erde.

Innovative Übernachtungsidee: Erdhaus am Weißensee

04.07.2017

Am Weißensee kann man seit Juni in Erdhäusern nächtigen – inklusive Panoramablick.

 

Nach dem Vorbild der Erdhäuser im Rogner Bad Blumau entwarf und errichtete Werner Morgenfurt gemeinsam mit einem jungen Architekten zwei Häuser, die zu zwei Dritteln im Erdreich verschwinden. „Wir wollten frei nach Hundertwasser die verbaute Fläche reduzieren, darum haben wir die Häuser in den Hang gegraben.“ Nur die Südseite verfügt über große runde Fenster, die Panoramablicke auf den See ermöglichen. Das unterscheidet die Erdhäuser auch von denen in Blumau, die vollständig unter der Erde liegen.

Natürliche Klimatisation

Das Eingraben führt zu erstaunlichen Ergebnissen. Das umgebende Erdreich sorgt für eine natürliche Klimatisierung: im Sommer schön kühl, im Winter angenehm warm – ohne Klimaanlage. Die Räume werden automatisch belüftet, denn querlüften kann man sie ja nicht. Eine Infrarotheizung inklusive Wärmetauscher, Fußbodenheizung und beheizte Wände im Bad sorgen im Winter zusätzlich für wohlige Wärme. 

Denn Morgenfurts Zielgruppe sind ökologisch orientierte Genussmenschen. Die Appartements kosten ab 300 Euro pro Nacht und bieten auf 85 m2 zwei Schlafzimmer, ein großes Gewölbewohnzimmer mit Küche, eine freistehende Badewanne oder eine Partnerdusche mit Sitzbank, einen drehbaren Kaminofen und Granderwasser. Eines der beiden Schlafzimmer ist immer barrierefrei zugänglich, und auch die Sitzbank in der Dusche ist eigentlich aus barrierefreien Gründen eingebaut worden. Am Boden liegt im Schlafzimmer angenehm weicher Kork, die Betten sind aus Kerneschenholz.

Mit den beiden Erdhäusern ergänzt Morgenfurt das Übernachtungsangebot des Stammhauses (umgebautes altes Bauernhaus) und des 2003 errichteten Holzhauses. Vor allem möchte er mit den Erdhäusern ein Ganzjahresangebot schaffen: „Das schafft man bei uns mit normalen Appartements nicht.“ In den Erdhäusern lässt es sich auch im Winter schön kuscheln.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
Original erschienen am 04.07.2017: Nachhaltigkeit.
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