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Österreichisches Wild ist in der Regel von höchster ethischer Qualität und von jeher biologisch.

Wildes für den urbanen Raum

08.06.2017

Mit der neuen Marke „Wilde Versuchung“ soll Fleisch vom Wild verstärkt als biologisch höchst qualitatives Lebensmittel vermarktet werden. Das vielseitige Sortiment richtet sich vor allem an die urbane Gastronomie

Thomas F. Huber, Geschäftsführender Gesellschafter der Wild.Wald.Wiese Vermarktungs-GmbH: „Ich bin der Überzeugung, das Image von Wildfleisch lässt sich noch stark verbessern.“
Rund zwei Drittel des Wildes wird im Restaurant konsumiert.

Wildfleisch ist ein echtes Naturprodukt. Seine Feinfasrigkeit, Zartheit und sein würziges Aroma machen es zur Delikatesse. Die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit in der freien Natur sowie bestes Futter sind unmittelbar für den Geschmack verantwortlich. Als tierschutzgerecht gewonnenes Lebensmittel ist es in der Regel von höchster ethischer Qualität und von jeher biologisch, ohne dass es dafür menschlicher Verordnungen bedarf. Diese Fakten sind dem Konsumenten jedoch nicht ganz bewusst, ist Thomas F. Huber, Geschäftsführender Gesellschafter der Wild.Wald.Wiese Vermarktungs-GmbH, sicher und hat deshalb die neue Marke „Wilde Versuchung“ ins Leben gerufen. „Ich bin der Überzeugung, das Image von Wildfleisch lässt sich noch stark verbessern und seine Vorteile müssen stärker kommuniziert werden“, meint Huber.

Wild bleibt Premiumprodukt

Im Mai dieses Jahres wurden erste Listungen für das Produktsortiment „Wilde Versuchung“ abgeschlossen. Dadurch können nun Gastronomiebetriebe in ganz Österreich mit Reh-, Rot- und Schwarzwild beliefert werden. Die Gastronomie soll neben dem Einzelhandel wichtigster Abnehmer werden, denn rund zwei Drittel des Wildes wird im Restaurant konsumiert, schätzt Huber.

Jedenfalls wird „Wilde Versuchung“ als Premiumprodukt angeboten und ein Nischenprodukt bleiben. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Wild liegt bei nur unter einem Kilogramm im Jahr. „Wir haben tolle Lebensmittel und Konsumenten, bei denen der Preis, anders als zum Beispiel in Deutschland, eine untergeordnete Rolle spielt. Deshalb bin ich der Überzeugung, dass man hier was machen kann. Österreich hat sehr gute Wildqualität. Es ist schade, dass so viel Wild aus Neuseeland importiert wird. Das muss nicht sein“, sagt Huber.

Die Abnehmer aus der Gastronomie werden vor allem aus dem urbanen Raum kommen. Schließlich haben die meisten ländlichen Gastronomiebetriebe bereits ihre Lieferanten vor Ort. Auch die saisonale Ausweitung ist ein Ziel der Wild.Wald.Wiese Vermarktungs-GmbH. So liegt derzeit der Schwerpunkt für Wild im dritten und vierten Quartal, konsumiert werden kann es aber schon ab Ende April/Anfang Mai. Mit „Wilde Versuchung“ könnte man die wichtige Grillsaison noch besser einschließen, ist Huber sicher.

Breites Sortiment

Das Wildfleisch der Marke "Wilde Versuchung" stammt ausschließlich aus österreichischen Revieren, die den Tieren mehrere Tausend Quadratmeter Freiraum lassen – unter anderen zum Beispiel aus dem Revier der Habsburger. Die Wildtiere können naturökologisch und stressfrei aufwachsen. Es wird darauf Wert gelegt, dass die Futtermittel aus Österreich kommen und gentechnikfrei sind. „Der Einsatz von Antibiotika ist ebenso ein Tabu wie jener von Wachstumsbeschleunigern. All dies wird strengstens kontrolliert. Ebenso werden kurze Transportwege und eine transparente, lückenlose Chargenrückverfolgung garantiert. Ein nachhaltig-minimaler Fußabdruck ist verpflichtende Vorgabe, denn nur so kann ökologische Verantwortung gelebt werden“, erklärt Huber. In naher Zukunft werden die Produkte überdies mit einem anerkannten regionalen Gütesiegel ausgezeichnet sein. Diesbezügliche Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss. Zurzeit reicht das Sortiment von „Wilde Versuchung“ von Steak, Koteletts, Schlögel und Filets über Spareribs, verschiedene Würstel und Leberkäse bis hin zum Burgerpellet – natürlich alles vom Wild. Käuflich zu erwerben unter anderem bei Metro.

Text: Karin Bornett

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