Coole Weine sind gefragt

08.03.2012

Österreich zeigte auf der ProWein in Düsseldorf Flagge und liegt mit Herkunftsweinen und „Cool Climate"-Stilistik voll im Trend
Drei Musketiere aus der Wachau: Emmerich Knoll, frisch gebackener Vinea-Obmann, Franz Hirtzberger und Lukas Pichler
Drei Musketiere aus der Wachau: Emmerich Knoll, frisch gebackener Vinea-Obmann, Franz Hirtzberger und Lukas Pichler

Für die österreichischen Winzer geriet die ProWein 2012 in Düsseldorf zu einem Heimspiel. Die jahrelange Aufbauarbeit auf der wichtigsten internationalen Weinmesse trägt reichlich Früchte. Die Stimmung in der Österreicher-Halle 7 war jedenfalls ganz ausgezeichnet. Das lag nicht zuletzt am aktuellen Jahrgang, der auch mengenmäßig endlich wieder zufriedenstellend ausfiel. Aber auch mit unserer kühlen Stilistik liegen österreichische Weine voll im Trend. Dies wird auch von der aktuellen Kampagne der ÖWM unterstrichen, die den glasweisen Verkauf auch im Ausland forcieren will: „Cool Climate by the Glass" lautet die Botschaft.

Und auch der Siegeszug des Grünen Veltliners scheint ungebrochen. Viel wurde über neue Projekte in Kalifornien gesprochen, bei denen neue Weingärten mit „Gruner" ausgepflanzt werden. Eine Bedrohung für unsere gebietstypischen Veltliner aus Niederösterreich ist da wohl nicht gegeben. Ganz im Gegenteil. Grüner Veltliner wird international langsam als eigene Sortenkategorie wahrgenommen. Die ProWein verzeichnete auch 2012 Zuwächse sowohl bei den Ausstellern (plus acht Prozent) als auch bei den Besuchern und wird immer internationaler. Auch neue Weinländer wie China, Indien, Brasilien oder Japan präsentierten sich heuer in Düsseldorf. Ein weiteres wichtiges Thema neben „Cool Climate" und Herkunftsweinen waren biodynamische Weine, denen eine eigene Messehalle gewidmet war. Persönliche Einschätzungen unserer Winzer zur ProWein finden Sie auf Seite 8, eine Fotostrecke auf Seite 13.

Alexander Jakabb