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„Es gibt keinen Plan B“: Thierry Voyeux kämpft für den Erhalt seines Betriebs.

Abschluss-Arie für das Café Oper Wien?

20.02.2020

Geht es nach der Bundestheater-Holding, dann fällt für das Café in der Wiener Oper Ende Juni der Vorhang – für immer. Doch das wollen Betreiber und Stammgäste des Kaffeehauses nicht hinnehmen.

Es sind an die 50.000 Gäste, die man im Café in der Wiener Staatsoper pro Jahr begrüßt. Viele davon sind seit Jahren Stammgäste, die Lage ist top, die Preise fair.

Der Betrieb, von dem die Rede ist, gehört für viele zur Staatsoper wie die Requisite zum Theater. Wer hier zu Gast ist, schätzt aber nicht nur die fairen Preise, auch das Ambiente ist ein Alleinstellungsmerkmal. 14 langjährige Mitarbeiter sind hier tätig, vier davon sind bereits über 55. Der Dienstälteste ist 57, und wenn er sich gewünscht haben sollte, dass dies seine letzte berufliche Station vor dem Ruhestand sein wird, dann dürfte dieser Traum nicht in Erfüllung gehen. Der Grund: „Die Bundestheater-Holding wird unseren Pachtvertrag nicht verlängern. Das wurde uns im Vorjahr mündlich mitgeteilt“, sagt Geschäftsführer und Miteigentümer Thierry Voyeux gegenüber der ÖGZ.   

Umbau

Vor zwei Jahren wurde von den Betreibern eine erkleckliche Summe in Umbau und Renovierung gesteckt. Aber das und der Umstand, dass bereits an die 4.000 Unterschriften für den Erhalt des Betriebs gesammelt wurden, dürften nichts daran ändern, dass Ende Juni der Vorhang fällt. Die Pläne der Bundestheater-Holding sehen vor, dass in die Räumlichkeiten ein Besucherzentrum integriert wird. „Der jetzige Standort der Bundestheaterkassen in der Operngasse wird an den höchstfrequentierten Standort der Österreichischen Bundestheater, die Wiener Staatsoper, verlegt und als Besucherzentrum errichtet“, heißt es seitens des Bundestheater-Geschäftsführers Christian Kircher gegenüber der ÖGZ. Das habe auch ökonomische Gründe: Die Miete für die Bundestheaterkassen liege höher als die Einnahmen durch den Pachtvertrag. Und die Investitionen? Das seien Entscheidungen in Eigenverantwortung des Pächters. „Die Tatsache, dass der Vertrag befristet abgeschlossen wurde, ist allen Partnern bekannt“, so Kircher.

Autor/in:
Alexander Grübling
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