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Die Minibar

11.04.2003

Die richtige und vor allem gut geführte Minibar steigert die Ertragsmöglichkeiten jedes Hotels.

Für den Gast ist die Minibar schlichtweg ein mit Getränken befüllter Kühlschrank im Gästezimmer, bisweilen kombiniert mit einem Fach für Snacks bzw. Flaschenöffner und Gläsern.
Für einen Beherbergungsbetrieb kann die Minibar aber viel mehr sein, nämlich ein attraktives Profitcenter, mit dem sich ein attraktives Zubrot verdienen lässt. „Bei einer Zimmerauslastung von 70 Prozent und dem Verkauf von mindestens einer Flasche Mineralwasser pro Tag beträgt der Profit pro Minibar und Jahr je nach Preisgestaltung zwischen E 130 und E 180. Wenn man bedenkt, dass eine neue Minibar zwischen E 180 und E 240 kostet, so ist der Cash flow nicht zu verachten“, rechnet man beim oberösterreichischen Minibar-Anbieter Kreuzer vor.

Nun kann der Hotelier freilich einiges dazu beitragen, dass sich der Tagesumsatz nicht auf eine Flasche Wasser beschränkt. Die Hausaufgaben zum richtigen Zusatznutzen lauten: Minibars grundsätzlich einmal täglich kontrollieren – wobei nicht nur das Sortiment vervollständigt wird, sondern auch die Accessoires überprüft werden.

Moderne Technologien sorgen dafür, dass dieser Check gewissermaßen in einer höheren Liga stattfinden. Diese High-tec-Minibars sind elektronisch mit der Rezeption verknüpft. Sie erkennen automatisch die Entnahme der Getränke, beauftragen das Housekeeping mit der entsprechenden Nachfüllung und setzen die konsumierten Getränke gleich auf die Kundenrechnung. Angenehmer Nebeneffekt: Der Schwund, der erfahrungsgemäß zwischen 15 und 25% beträgt, wird vermieden.

Kreuzer: Service und Miete
Das Minibar-Programm von Kreuzer umfasst Einbauminibars mit einem Volumen von 25/30/40 oder 60 Liter., weiters Einstellminibars bzw. Sondermodell mit Rädern zum späteren Einbau und schließlich Stand-Minibars. Letztere sind mit Trockenfach in vielen Farben bzw. Holzfarben zur Auswahl und sind mit Abstellfläche für Fernseher und integriertem Tresor/Tresorfach zu haben.
Kreuzer bietet seinen Kunden spezielle Mietangebote. Für E 4,80 pro Monat erhält das Hotel eine Servicegarantie, die kostenlose Erstausstattung mit Sekt und Spirituosen, den Jahresbedarf an Konsumationsschecks für den Hotelgast, Nachfüllgeräte zur richtigen Bearbeitung der Minibars, eine Preis und Sortimentsberatung sowie eine Beratung und Schulung bei der Installation der Minibars.
Infos: www.kreuzer-gmbh.com .

Bartech: High tec von Hugin
Das Bartech-System öffnet beim Check-In die Minibar online über das Hotelprogramm und ermöglicht dem Hotelmanagement zugleich Kontrolle der Zimmertemperatur, Stromversorgung, Safe und Schließsystem. Dem Gast wird der konsumierte Artikel aus der Minibar sofort auf elektronischem Weg auf die Rechnung gesetzt. Zeitgleich werden Informationen an den Bartech PC geschickt, um die Wiederbefüllung, Umsatz-, Artikel-Verkaufsliste und Listen zu garantieren. Die Lagerkontrolle erfolgt in Echt-Zeit. Beim Check-Out wird die Minibar automatisch verschlossen.
Dank einer Datenbank (erstellt von Hotels aus internationalen Ketten) gibt es ein Produkt-Ranking von Verkaufsartikeln. Diese Vorschläge sowie die übersichtliche Produktpräsentation in der Minibar selbst, helfen den Umsatz bis zu 30% zu steigern.

Dometic – Weltmarktführer
Dometic created by Electrolux aus dem Hause Husquarna ist der Weltmarktführer in Sachen Minibar. Schlüssel dazu ist die technologische Vorreiterrolle seit vielen Jahrzehnten. Das Fuzzy-Logic-System ermöglicht einen geräuschlosen Kühlkomfort bei weltmeisterlich niedrigen Betriebskosten.

Sekt und Umschlag
Neben Wasser und Bier zählen Sekt/Champagner und Spirituosen in Kleingebinden zu den Top-Sellern der Minbar. „Bei Sekt und Champagner kommen den gewählten Gebindearten besondere Bedeutung zu. Als Varianten bieten sich etwa eine Flasche Hochriegl 0,37 l oder zwei Flaschen 0,20 l an. Entscheidend für die Auswahl ist die Umschlaghäufigkeit. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Flasche, desto kürzer ist die Lebensdauer des Produkts“, erläutert Johann Cepek, Geschäftsführer von Kattus & Racke.

Scharfe Minis und Wein
Der Spirituosen-Weltkonzern Bacardi verfügt über eine Reihe von Top-Marken, die das Minibar-Angebot ideal abdecken. In Gebindegrößen von 0,02 bis 0,05 stehen Barcardi, Eristoff, Jack Daniel´s, Ballentine´s sowie Mini-Varianten von Baileys, Jägermeister und Beefeater und schließlich die Sektmarke Frexeneit (0,2l) zur Auswahl.
Bei Top Spirit (Asbach, Underberg, Campari, Goldeck Sekt etc.) weiß man, das schon bei der Auswahl des alkoholfreien Sortiments die Chance besteht, mögliche Zusatzverkäufe im Spirituosen-Segment zu forcieren. Enthält eine Minibar z.B. auch Fruchtsäfte, so stellt der Wirt seinen Gästen damit bereits eine breite Basis zum Bereiten von Longdrinks zur Verfügung.

Nicht zu vergessen ist natürlich der Wein.
Das Traditionsweinunternehmen Winzer Krems führt zwei Gebindetypen im Programm, die speziell für dieMinibar geeignet sind: Weinzierl, Grüner Veltliner und St. Paulus, Cuvée Zweigelt-Portugieser in der 0,25l-Mehrwegflasche mit Kronenkorken-Verschluss. Ratsherr Grüner Veltliner und Ratsherr Blauer Zweigelt im 12-Karton, Glas Einweg, sind mit Schraubverschluss ausgestattet. Seit dem Vorjahr neu im Programm und absolut minibar-tauglich ist „A Prima“ G´spritzter weiß und rot in der 0,33l-Flasche.

Minibar und Snacks
The Lorenz Bahlsen Snack-World, vormals Bahlsen Picanterie, ist mit den Top-Marken Crunchips, Nic Nac’s, Curly, Party Clubs, Tacitos, Monster Munch und World Selection, am österreichischen Markt und – im Wege des Vertriebswegs „New Channel“, in der Gastronomie tätig.
Das Team des New-Channel-Bereiches steht für eine Fullservice Dienstleistung, den so genannten Lorenz Snack-World Frischdienst. Die stark beworbenen Mono-Marken Crunchips, Nic Nac’s und Saltletts können in Kleinpackungen in jedem Hotelzimmer platziert werden. Positive Begleiterscheinung: Der Verzehr salziger Snacks steigert den Getränkeabsatz aus der Minibar. Wichtig hierfür ist, dass die Produkte sichtbar auf der Minibar positioniert werden.
Dazu bietet Lorenz Snack-World für die Minibar auch die entsprechenden Platzierungshilfen an.
Infos: Lorenz Snack World,
Tel. (0)4 63/59 06 59-0

Weltmarken wie Mars
„Es gibt zwei wesentliche Verwender-Bedürfnisse, die der Gast – vor allem am Abend – hat“, weiß man bei Master Foods: 1. Energiezufuhr: hierfür eignen sich besonders Schokoladeriegel wie Mars, Twix, Snickers.
2. Der Gast möchte sich entspannen und sich mit einem besonderen Schokoladeartikel verwöhnen. Hierfür eignen sich vor allem Pralinen wie „celebrations“ oder Amicelli, aber auch Produkte wie Maltesers und M&M’s.
Belegung
Mineralwasser:
Gasteiner empfiehlt für die Minibar die 0,25-l Kristallflasche, die Verpackungsgröße mit der größten Wertschöpfung. Dazu gibt es das Special-Service „water to go“ mit internationalem Tischaufsteller und die 0,5-l-Gasteiner in PET.
Römerquelle setzt auf Römerquelle mit und ohne Kohlensäure sowie Römerquelle emotion. Man betrachtet Einwegprodukte mit Schraubverschluss für die Mitnahme als „Must“.
Vöslauer empfielt in Ergänzung zu Mineralwasser vor allem die Wellnessgetränke der Vöslauer Balance-Reihe. Speziell für die Minibar ist es in der praktischen 0,33-l- PET Flasche erhältlich, ein Gebinde, das Vöslauer eigens für die Minibar, die Unterwegsgastronomie und für Events entwickelt hat.
Bier:
Brau Union: Die Marke Gösser sorgt mit einem eigenen, nochmals ergänzten Ausstattungspaket für Umsatzsteigerungen. Ein durstanregender Mini-Bar-Hänger macht Gusto auf Bier und unterstreicht die Sorgfalt der Mitarbeiter beim Zimmer-Service.
Ottakringer: Das Bier-Angebot sollte ein bis zwei Premium-Marken umfassen, wie etwa die Ottakringer Goldfassl-Biere Wiener Pils und Wiener Spezial“, erklärt Ottakringer-Vorstand Christiane Wenckheim. Wegen des begrenzten Raumes in einer Minibar sollten 0,33-l-Flaschen verwendet werden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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