Direkt zum Inhalt
Das Kiddyspace-Gütesiegel zeichnet besonder kinderfreundliche Betriebe aus - 13 Gastronomiebetriebe haben es schon

Eigenes Gütesiegel für kinderfreundliche Betriebe

18.11.2013

Wien. Um Österreich beziehungsweise für den Anfang Wien kinderfreundlicher zu machen gründete Eva Akkaya den Verein Kiddyspace. Bereits 13 Wiener Gastronomiebetriebe tragen das neue Kiddyspace-Gütesiegel. Voraussetzung dafür ist eine kindgerechte Infrastruktur.

Wer selbst mit Kindern unterwegs ist, tut sich oft schwer ein Lokal zu finden, dass sowohl den Ansprüchen der Erwachsenen als auch der Kinder gerecht wird. Mit dem neuen Kiddyspace-Gütesiegel sollte es jetzt ein bisschen leichter sein. Eva-Maria Akkaya gründete den Verein Kiddyspace, der es sich zum Ziel gemacht hat mehr Raum für Kinder in der Gesellschaft zu schaffen. Die eigene Internet-Plattform kiddyspace.com ist seit dem 8. November online. Hier finden Eltern alle Betriebe mit Kiddyspace-Gütesiegel. Momentan sind es insgesamt dreizehn Betriebe in Wien, deren Öffnungszeiten und speziellen Kinderangebote auf der Plattform zu finden sind.

Kindgerechte Portionen aller Gerichte
„Eltern sollen sich auch mal zurücklehnen können, wir haben es uns verdient mit den Kids in einem Café zu relaxen oder gemütlich zum Friseur, Shoppen oder auch nur zum Arzt zu gehen“, erläutert Eva Akkaya das Konzept von Kiddyspace. So finden sich in jedem Kiddyspace ein kleiner Spielbereich, hygienische Wickelmöglichkeiten und verständnisvolles, freundliche Servicemitarbeiter. Kinder dürfen sich im selbstverständlich rauchfreien Kiddyspace-Bereich frei bewegen, die Kinderwagen-freundlichkeit ist ebenfalls gegeben. In dazugehörigen Gastronomiebetrieben gibt es ausreichend Kinderhochstühle und gesunde Kinderportionen auf der Speisekarte. Wie wichtig das ist, weiß Eva-Maria Akkaya aus eigener Erfahrung: "Auch wenn manche Lokalbesitzer von sich behaupten, ihr Betrieb sei kinderfreundlich, so deckt sich deren Angebot nicht unbedingt mit den Anliegen von Mamas und Papas. Dabei geht es um mehr als die üblichen Kinderspeisen wie Mickey Mouse-Schnitzel oder Plutowürstel."

Großes wirtschaftliches Potenzial
Kinder können und wollen nicht stundenlang still am Tisch sitzen und warten, bis die Erwachsenen fertig gespeist haben. Für sie sollte zumindest ein kleiner Spielbereich vorhanden sein, wo sie sich gut beschäftigen können. Babys benötigen einen hygienischen Wickeltisch. Und Kleinkinder ausreichend Hochstühle. Ein weiteres Kriterium sind kindgerechte Portionsgrößen aller Speisen auf der Karte. „Mitmachen können all jene Betriebe, die sich der Zielgruppe Familien bewusst öffnen wollen, wir suchen die Perlen, Betriebe und Inhaber, die vom Herzen her kinderfreundlich sind“ so Eva-Maria Akkaya. Sie ist davon überzeugt, dass Eltern mit Kindern eine extrem große Zielgruppe sind und somit ein sehr großes Potenzial für wirtschaftlichen Erfolg und Umsatzsteigerungen haben.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
18.02.2021

Der Umsatz des Caterers ist um 75 Prozent eingebrochen, der Nettoverlust liegt bei 36 Millionen Euro, 3.000 Jobs sind weggefallen. Wie geht es weiter?

Jakob Schreyer (li.) und Christian Rach,
Gastronomie
18.02.2021

Die Gastronomie-Experten Christian Rach und Jakob Schreyer geben Wirten Tipps mit auf den Weg, wie sie bestmöglich durch die Corona-Krise kommen, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein

Ein halbrundes Barelement schließt den Raum nach hinten hin ab.
Gastronomie
12.02.2021

Die Bundestheater-Holding hat im Vorjahr den Pachtvertrag für das Café in der Wiener Oper nicht verlängert. Jetzt wurden die Pläne für die Nachnutzung bekannt. 

Roland Soyka ist seit 2017 kulinarischer Missionar im Stuwerviertel.
Gastronomie
11.02.2021

Fusionsküche im „Café Bauchstich“: Eigentlich wollte Roland Soyka auswandern. Dann kam ihm die Idee, im Wiener Stuwerviertel seine Interpretation eines modernen Beisls umzusetzen. 

Coronakrise: Beinahe jede zehnte Stelle fällt bei Heineken weg.
Gastronomie
11.02.2021

Die niederländische Brau Union-Mutter streicht weltweit 8000 Stellen. Wie wirkt sich das in Österreich aus?

Werbung