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Besitzer Dr. Hans Peter Haselsteiner (im Bild neben seiner Ehefrau) und die Psychologin Dr. Brigitte Klenner-Kaindl (l.) als Geschäftsführerin wollen den Knappenhof zu neuer Blüte führen

Für Genießer, Gäste und Patienten

20.10.2011

Kronichs Touristenhaus Knappenhof liegt unweit der Stelle, wo die Aufstiege zur Rax von Hirschwang, Edlach und Großau zusammenkommen.

 Es ist K & K Telefonstelle und Meldestelle bei alpinen Unfällen. Von hier kann das Gepäck täglich mit Tragtieren zum Erzherzog Ottohaus befördert werden", stand im Spezialführer auf die Raxalpe 1914, also vor fast 100 Jahren, zu lesen. Noch in den 20er-Jahren wurde der Knappenhof zu einem Hotel ausgebaut, ab Anfang der 80er-Jahre durften sich auch Restaurantgäste an dem unglaublichen Panorama erfreuen, das man insbesondere von der Terrasse des Betriebes genießen kann.


Von Burn-out bis Suchterkrankungen

2004 startete der Knappenhof unter neuen Besitzern mit einem neuen Konzept als Mischung aus Therapie-, Seminar-, Urlaubshotel und Restaurantbetrieb. Vor allem psychische Probleme – von Burn-out über Depressionen bis hin zu Suchterkrankungen, aber auch Essstörungen oder posttraumatische Erkrankungen – wurden von den Betreibern Dr. Brigitte Klenner-Kaindl und Dr. Thomas Legl behandelt. Das Besondere an dem Konzept war eben die Durchmischung von Patienten mit „normalen" Gästen. „Die Lage des Hauses ist ja keine ganz einfache. Im Sommer, während der Festspiele in Reichenau, könnten wir zwar jedes Bett doppelt belegen, auch sonst zu den Ferienzeiten geht’s recht gut, aber im Rest des Jahres – speziell unter der Woche – war ein neues Konzept nötig und das haben wir damit geschaffen. Diese Kombination aus Ferien- und Therapiehotel ist einzigartig", so Klenner-Kaindl.

Das dachte sich wohl auch Bautycoon Hans Peter Haselsteiner, dessen Interesse in den Jahren danach geweckt wurde und der kurzerhand den Knappenhof übernahm, Klenner-Kaindl und Legl blieben als Geschäftsführer und therapeutische Leiter erhalten. Und Haselsteiner beschränkte sich auf seine Kernkompetenz: Er renovierte das ganze Haus von Grund auf, Seminar- und Therapieräume wurden ebenso neu gestaltet wie die 25 Zimmer und vier Appartements, die jedem Arlberger 5-Sterne-Haus gut zu Gesicht stehen würden. Anfang Juli 2011 schließlich konnte man die Wiedereröffnung feiern.

Umfangreiche Freizeitangebote

Gäste wie Patienten dürfen sich seit dem über umfangreiche Therapiemöglichkeiten, Freizeitangebote (u. a. ein Badeteich) und luxuriöse Ausstattung freuen. Dazu gehören neben den herkömmlichen psychologischen, psychotherapeutischen und medizinischen Behandlungen etwa diverse Massagen, Entspannungsübungen, Yoga, eine Mal- und Gestaltungstherapie, auch ein Abenteuer – und erlebnistherapeutisches Programm. „Wir legen auch Wert darauf, dass sich Leute durchmischen, dass man im Grunde nicht weiß, wer wer ist", erklärt Klenner-Kaindl.

Und weil Leib und Seele bekanntlich zusammengehören, kommen auch die kulinarischen Genüsse im Knappenhof – sowohl für Patienten und Hausgäste als auch für externe Gourmets – nicht zu kurz. Auf der Karte stehen Schmankerln wie Alpenlachs, Hochlandrind und zahlreiche Bioprodukte. Verwendet werden logischerweise hauptsächlich Zutaten von Bauern und Betrieben aus der näheren Umgebung. Küchenchef Günther Mayrhofer war davor bei Helmut Österreicher tätig und weiß also, wovon er spricht, wenn er den Knappenhof zu einem weiteren Fixpunkt im Gourmettourismus rund um den Semmering machen will: „Ob es für eine Gault-Millau-Haube letztlich reichen wird, wird man sehen, aber das Küchenniveau sollte sich mittelfristig jedenfalls auf diesem Level einpendeln."

www.knappenhof.at

Clemens Kriegelstein

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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