Direkt zum Inhalt

Gastro-Obsearcher präsentiert Österreichs Gastronomie-Universum

14.10.2004

Gastro-Obsearcher hat in Kooperation mit Karmasin.Motivforschung / Gallup Institut erstmals die heterogene Struktur der heimischen Gastronomie erhoben und analysiert.

Basierend auf einer Stichprobengröße von 3.091 Interviews gibt die GO-Grundlagenstudie einen detaillierten Einblick in die strukturelle Zusammensetzung der österreichischen "Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung" und löst dabei erstmals speziell die unzähligen Mischformen heraus.

Um gezielte Markt und Kundenverhaltensanalysen durchführen zu
können, hat Gastro-Obsearcher das Gesamtuniversum "Gastronomie" aus
den 36.939 Betrieben in insgesamt fünf Betriebskategorien
(Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Kaffeehäuser,
Kommunikationsgastronomie, Gemeinschaftsverpflegung) gegliedert und
in weitere 23 Betriebstypen (Untergruppen) unterteilt. 7.178 "Sonstige Beherbergungsbetriebe", dazu zählen z.B. Privatzimmervermieter, sind nicht berücksichtigt.

Auf Grund der Ergebnisse können mit Hilfe der Mittelwerte folgende Schätzdaten errechnet werden: Der geschätzte Gesamtumsatz (brutto) des Außer-Haus-Konsums beläuft sich in Österreich pro Jahr auf 12,6 Mrd. Euro. Der geschätzte, durchschnittliche Brutto-Umsatz pro Gastronomiebetrieb in Österreich (exkl. Nächtigungen) liegt bei 342.000,-- Euro.

Erstmals überholen die Speisen (44 %) die Getränke (41 %) als
Umsatzbringer, was durchaus dem neuen Ernährungstrend entspricht -
gut und qualitativ hochwertig zu essen. Gutes Essen als soziale
Visitenkarte und egoistische Belohnung gewinnt somit an Bedeutung.
Nur noch in der Kommunikationsgastronomie und den Kaffeehäusern
übertrifft der Getränke-Umsatz jenen der Speisen.

Die Österreichische Küche dominiert (90 %) die Speisekarten der
heimischen Gastronomie. 52 % der Speisekarten beinhalten
Internationale Küche, 44 % Vegetarische Küche, je 21 %
Diät/Vollwertküche und 16 % Bio-Küche. Basis dieser Betrachtung sind
alle Betriebe, die eine Restauration haben ­ exklusive aller
Ethno-Lokale. Konkret ging es dabei um die Frage, wie sieht die
Speisekarte aus bzw. was darf der Gast im allgemeinen erwarten.
Gastronomisches Speisenangebot ist eine hervorragende Visitenkarte
Österreichs für die Touristen. Gastronomie ist ein wichtiger
Absatzkanal für österreichische, landwirtschaftliche
Qualitätsprodukte. Überraschend hoch ist das Angebot von
vegetarischen Gerichten (44 %) in den Speisekarten. Diät-, Vital- und
Vollwertkost bzw. Bio-Küche erzielt ebenfalls beachtliche Werte über
bzw. um 20 %.

Ethno im Kommen: 6,8 % aller Betriebe erzielen 7,9 % des Umsatzes von knapp 1 Mrd. Euro Erstmals konnte im Zuge der GO-Grundlagenstudie das Thema "Ethno-Gastronomie" genauer untersucht werden. Interessantes Ergebnis daraus: 2.520 Ethno-Lokale (6,8 % aller gastronomischen Betriebsstätten) erzielen knapp 1 Mrd. Euro Umsatz, das sind 7,9 % des Außer-Haus-Konsums in Österreich. Dieser Umstand belegt, dass ein Ethnolokal einen Umsatz über dem weitläufigen Durchschnitt aller Betriebstypen macht (342.000,-- Euro). Der durchschnittliche Umsatz eines Ethno-Lokals liegt bei 379.000,-- Euro pro Jahr. Im Vergleich dazu erzielt ein Gasthaus im Schnitt rd. 400.000,-- Euro, ein Restaurant 499.000,-- Euro Umsatz pro Jahr. Die Europäische "Ethno-Küche" präsentiert sich in Österreich eher eintönig, da sie fast ausschließlich von den "Italienern" (86 %) geprägt ist. Griechische Küche wird zumindest noch zu 20 % angeboten, Spanische Küche (2 %) oder gar die Französischen Restaurants muss man in der Alpenrepublik förmlich mit der Lupe suchen.

Die Asiatische Ethno-Küche ist dahingehend im Vergleich breiter gefächert. Neben den dominanten Chinesen (78 %) nimmt die Japanische Küche gerade in den letzten Jahren rapide zu (12 %). Indische Küche (10 %) und Thailändische Küche (5 %) sind schon "bemerkbare" Minderheiten.

Österreichweit hat die "europäische Ethno-Küche" mit 51 % die Nase
vorn. Überproportional stark präsentieren sich hier die italienischen
Restaurants in der Region Nord und West (64 % bzw. 59 %). In Wien
haben allerdings die Asiaten mit 45 %-Anteil bereits die Führung
übernommen. Das klassische österreichische Wirtshaus wird in vielen
Fällen von den Asiaten übernommen und neues Aushängeschild einer
multikulturellen Bewegung.

http://www.gastro-obsearcher.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
02.06.2021

Die Tischreservierungen in der Gastronomie nehmen in Zeiten der Pandemie zu. Doch was tun, wenn die Gäste dann doch nicht kommen?

v. l. o.: Johanna Werner, Andreas Senn, Uwe Machreich und Laurent Jell.
Gastronomie
02.06.2021

Wir haben nachgefragt bei: Johanna Werner, Andreas Senn, Uwe Machreich und Laurent Jell.

Der Trend zum Wandern geht in die Masse, neuerdings flanieren Urlauber auch gerne in den Berne.
Tourismus
02.06.2021

Seit einigen Jahren erlebt Wanderurlaub einen stetigen Aufschwung. Die Pandemie hat den Outdoor-Boom noch weiter verstärkt. Neue touristische Produkte tragen dem Rechnung.

Gastronomie
01.06.2021

Serie "Local Heroes": Seit 2020 züchtet Andreas Eibl in einem ehemaligen Kuhstall Shiitake-Pilze. Mit seinen Flachgauer Biopilzen sorgt der 33-jährige Salzburger für frische, regionale ...

Gastronomie
28.05.2021

Die Gastro darf ab 10. Juni bis 24 Uhr öffnen. Auch die Abstandsregeln werden herabgesetzt. In der Gastronomie sind dann Gästegruppen von bis zu 8 Personen erlaubt. Hier ein Überblick.

Werbung