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Die neue Direktorin Karin Seiler-Lall und Obmann Karl Gostner

Innsbruck positioniert sich neu

10.02.2016

Der Geschäftsführungswechsel bei Innsbruck Tourismus bringt auch eine Neuausrichtung mit sich: Offline und Online soll enger verknüpft werden und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden

Kommunikation ist das halbe Leben: Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei Innsbruck Tourismus, den Tochtergesellschaften Innsbruck Information und Innsbruck Reservierung sowie in den 17 Feriendörfer-Büros. Um die Kommunikation und das Zusammenspiel untereinander effizienter zu gestalten, wird jetzt mit  Position der „BereichsleiterInnen“ eine zusätzliche Managementebene eingezogen.

Das ist eine der wesentlichen neuen Strukturänderungen beim TVB Innsbruck und seinen 25 Feriendörfern. „Wir sind ein komplexer Verband. Da braucht es zeitgemäße Strukturen und Spielregeln für die Zusammenarbeit“, so Karin Seiler-Lall. Die neue TVB-Direktorin bemängelt ein „noch großes Inseldenken“ und hat das Ziel vor Augen, dass Innsbruck und seine 25 Feriendörfer „ein gemeinsames Unternehmen“ werden. Am Ende dieses geplanten Prozesses soll in den „Königsdörfern“ ein „Gefühl der Einheit“ einkehren und sich alle als Teil des Verbandes fühlen und an gemeinsamen Zielen und Visionen arbeiten.

Hohe Investitionen in die Rad-WM

Derer gibt es genug. So sieht eine bis 2020 geplante Marketingstrategie die Verknüpfung zwischen klassischem und Onlinemarketing vor. Im bei Innsbruck Tourismus schon sehr gut aufgebautem digitalen Marketing sieht Karin Seiler-Lall „den Schlüssel für die Zukunft“. Noch einheitlicher als bisher soll das Erlebnis „Innsbruck und seine Feriendörfer“ dargestellt werden. Dazu wird das Team um den Bereich Produkt- und Themenentwicklung verstärkt. Als Beispiel für eine gezielte Angebotsentwicklung nennt Karin Seiler-Lall den asiatischen Markt. Gäste aus China liegen mit 197.500 Nächtigungen und einem Plus von knapp 30% schon auf Platz 3 der Nationenwertung. Mit einem maßgeschneiderten Angebot soll etwa der chinesische Gast für eine längere Aufenthaltsdauer gewonnen werden. Als kommendes touristisches Großereignis steht die Straßenrad-WM 2018 ins Haus. 350.000 Besucher und 1.000 Athleten und 1.000 Journalisten werden erwartet. Die mit 3 Mio. Nächtigungen zweitstärkste Tourismusregion Tirols (nach dem Ötztal) erwartet sich von der Rad-WM einen großen touristischen Effekt. Mit 1 Mio. Euro wurde auch noch nie zuvor eine höhere Summe in eine einzelne Veranstaltung seitens des TVB Innsbruck investiert.

Autor/in:
Barbara Egger
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