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Love-Toys in der Minibar

27.06.2013

Florian Schilling entwickelte die Love Box „Secret Passion" exklusiv für die gehobene Hotellerie und bietet ihr damit eine zusätzliche Einnahmequelle.

Florian Schilling entwickelte die Love Box, die sich diskret über die Minibar verkaufen und verrechnen lässt
Florian Schilling

Text: Irene Stelzmüller

Die Umfrage des Reiseportals swoodoo.com ergab, dass 64 Prozent der befragten Paare erotische Accessoires am Hotelzimmer wünschen und 41 Prozent in der Extraleistung einen klaren Anreiz sehen, das Hotel zu buchen. „Urlaub bringt Entspannung, und diese schafft Raum für Partnerschaft, Liebe, Lust und Leidenschaft. Und wo kann man am besten Stress abbauen? In einem Hotel! Der Gast kann den Alltag hinter sich lassen, sich entspannen, genießt den Service, und dies alles weckt das Gefühl nach Kommunikation und Partnerschaft", weiß Florian Schilling, der vor vier Jahren eine Beratungsfirma für Sexualmedizin gründete.


Diskret verrechnet

Mit dem Wissen, dass allein in Deutschland mehr als 200 Millionen Kondome pro Jahr verkauft werden, dass beim Wellnessurlaub die Schmetterlinge im Bauch zu flattern beginnen und die Sehnsucht nach Intimität geweckt wird, hat er die Love Box „Secret Passion" – die unter anderem drei Präservative, Love-Toys sowie Gleitgels für sie und ihn beinhaltet – entwickelt. Die Love Box wird mit den Getränken in der Minibar diskret beim Check-out verrechnet. „Die Kuschel- und Romantikpackages in der Hotellerie boomen, und ich sehe das Produkt hier als ideale Ergänzung. Ich startete den Vertrieb der klinisch getesteten und zertifizierten Produkte in den spanischen Luxushotels in Barcelona, auf Ibiza und Mallorca und habe erkannt, dass sich die Hoteliers mit dem Thema gezielt auseinandersetzen und sehr wohl wissen, dass das Hotelzimmer ein Liebesnest ist", erklärt Schilling. Nachdem sein Konzept auch am britischen und deutschen Markt erfolgreich war, wagt der gebürtige Österreicher nun den Expansionsschritt nach Österreich.


Attraktiver Zusatzgewinn

Der Verkauf erfolgt über drei Konzepte: Die Love Box liegt diskret direkt am Zimmer und wird über die Minibar verrechnet. Als zweite Variante kann der Hotelier damit ein Romantikpackage starten, befüllen oder erweitern, und zu den zwei Übernachtungen mit Candle-Light-Dinner gibt es dann die Love Box dazu. „Gesucht und gebucht werden diese Angebote via Internet. Die Hoteliers erkennen, dass Gäste Bedarf an Präservativen haben. Sie können ihnen mit der Love Box sagen, wir haben für dich, lieber Gast, was du benötigst. Glückliche Gäste sind auch wiederkehrende Gäste", ist Florian Schilling überzeugt. Das dritte Konzept richtet sich an City-Hotels, wo der Gast spontan an der Rezeption ein Romantic-Upgrade buchen kann, das eine Schaumbadewanne mit Kerzenschein, Rosenblüten am Bett und dazu die Love Box enthält. „Für Männer gehört zum Liebesvorspiel die Flasche Prosecco, Sekt oder Champagner. Und so wurden ohne viel Aufwand zusätzlich zwischen 50 und 80 Euro umgesetzt", so Schilling.

Die Love Box kostet im Einkauf je nach Bestellmenge (Mindestbestellung 100 Stück) zwischen 10 und 13 Euro und wird frei Haus geliefert. „Verkauft ein Hotel mit 50 Zimmern pro Monat und Zimmer eine Love Box, ergibt sich bei einem Verkaufspreis von zum Beispiel 30 Euro ein Umsatz von 18.000 Euro und damit ein Gewinn von 7.200 Euro", rechnet Florian Schilling vor.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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