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Neuer Luxus in Wien

27.11.2003

Mit dem Palais Coburg und dem Hotel Le Méridien eröffneten dieser Tage gleich zwei Häuser, die sowohl bei den Zimmern wie auch im Restaurantbereich an die internationale Spitze vorstoßen wollen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual, und „gequält“ werden Gäste, die das Besondere suchen in Wien derzeit ganz besonders. Denn binnen weniger Tage haben jetzt zwei neue Betriebe der Luxuskategorie in der Bundeshauptstadt eröffnet:
Im Palais Coburg auf der Coburgbastei ein Suitenhotel mit Restaurant unter der Führung von 3-Hauben-Koch Christian Petz und am Opernring ein Luxus-Designhotel der Gruppe Le Méridien, ebenfalls mit Restaurant, das nach dem Konzept des Pariser 2-Sterne-Kochs Michel Rostang entworfen wurde.

„Spargelburg“
Errichtet wurde das Palais Coburg, das wegen seiner Säulenfassade auch als „Spargelburg“ bekannte wurde, von 1843 bis 1847 nach einem Entwurf von Karl Schleps.
Der aus Ostdeutschland stammende Investor Peter Pühringer steckte nach eigenen Angaben rund 80 Mio. Euro in den spätklassizistischen Bau nahe der Ringstraße, den er 1997 um rund zehn Mio. Euro erworben hatte. Exklusivität ist garantiert: Nicht einmal 40 Suiten gibt es in dem neuen Hotel, und die spielen von der Dachterrasse über den Whirlpool bis zum Wasserbett alle Stückerln. Bei der Restaurierung wurde auf Authentizität größter Wert gelegt: Böden, Intarsien und Tapeten wurden nach historischen Vorbildern gearbeitet.
Für den gastronomischen Erfolg sollen im neuen Restaurant Coburg Christian Petz (ehemals Meinl am Graben, Koch des Jahres 2002) und Karl Seiser (Geschäftsführer und Chefsommelier) sorgen. Geboten werden auch eine „Bastei-Bar“ und eine Lounge. In der Küche will Petz nicht nur mit Luxusprodukten arbeiten, sondern auch einfache, ursprüngliche Zutaten und Gerichte wie etwa Kutteln neu beleben. Besondere Aufmerksamkeit soll auch dem ganzen Braten gelten, der am Tisch des Gastes tranchiert oder filetiert wird. Die Raumgestaltung des Restaurants ist großzügig und lässt solcherart auch Platz für Komfortdetails wie etwa kleine Hocker zum Abstellen von Damenhandtaschen am Platz. Im Keller ließ Pühringer außerdem einen riesigen Weinkeller anlegen, dessen Auswahl (Jahrgänge bis 1792) in Österreich neue Maßstäbe setzen soll.

„Luxus des 21. Jahrhunderts“
Auch im zweiten Hotel, dem Le Méridien, hält man wenig von Tiefstapelei. Man verspricht den künftigen Gästen „zeitgemäßen, innovativen Luxus und perfekten Service“. Das Haus sei ein „Luxushotel des 21. Jahrhunderts, bei dem kein Vergleich mit den bekannten Wiener Grandhotels greift”. Der typische, historistische Häuserblock am Opernring wurde von BIP Breiteneder Immobilien Parking mit einem Gesamtaufwand von 110 Mio. Euro adaptiert und der Hotelgruppe Le Méridien, die rund 140 Hotels und Ressorts (mit mehr als 35.000 Zimmern) in 56 Staaten betreibt, langfristig verpachtet. Innen wurde das Hotel komplett nach dem Le-Méridien-Konzept „Art+Tech“, das von den Londoner Designern Alistair McCaw und Yvonne Golds entwickelt wurde, gestaltet. Golds: „Wir erschaffen Bereiche mit starken optischen Reizen ebenso wie Ruhezonen und Räume für die Kunst. Farben, unterschiedliche Lichtakzente, Schatten, Projektionen und die Ausstattung erzeugen verschiedene Stimmungen.“
Aber auch beim Restaurant will man neue Wege gehen: „Erstklassige, innovative Küche und eine Gestaltung, die Raum für Phantasie und Individualität schafft“, umreißt Le-Méridien-Direktorin Gabriela Benz das Konzept. Küchenchef ist der oberösterreichische Haubenkoch Christoph Brandstätter (31).

Design und Technologie
Die 261 Zimmer und 33 Suiten sollen aber nicht nur optisch ein Highlight darstellen. Auch die Technologie kommt nicht zu kurz. So gibt es etwa in jedem Zimmer 106-cm-Flachbildschirme, Video on demand, High-Speed-Internetzugang und drei Telefone. Mit der Umsetzung der Kommunikationsinfrastruktur wurde die Firma Tenovis beauftragt. So funktioniert etwa das Voice-Mail-System aller Telefone in acht Sprachen. Die Landeszugehörigkeit des Gastes wird bei dessen Reservierung gespeichert, damit alle Anwendungen – von der Menüführung über persönliche Nachrichten bis zum Weckruf – in der jeweiligen Landessprache erfolgen. Weiters ist ein Alarmsystem integriert, das die rasche Kommunikation nach Gruppen, Trakt oder Etagen ermöglicht. Zudem sind alle Hotelmitarbeiter mit einem Schnurlostelefon ausgestattet, wodurch sie rasch auf Gästeanfragen und -wünsche reagieren können. Für das gesamte Schließsystem wiederum ist der Spezialist Hugin Sweda verantwortlich.

Palais Coburg:
Coburgbastei 4, 1010 Wien, Tel.: 01/ 518 18-0,
Fax: 01/518 18-1, E-Mail: [email protected], [email protected],
Internet: www.palais-coburg.com
– 35 individuelle Suiten (55–165 m2)
– Gourmet-Restaurant unter Leitung von Christian Petz und Karl Seiser, Bar, Gartenpavillon, Lounge
– über 2.500 m2 Veranstaltungsräume in neun verschiedenen Bereichen

Le Méridien Wien:
Opernring 13–15, 1010 Wien, Tel.: 01/588 90-0,
Fax: 01/588 90-90 90, E-Mail: [email protected], Internet: www.lemeridien-vienna.com
– General Manager: Gabriela M. Benz
– Investment: ca. 110 Mio. Euro
– 261 Zimmer von 28 - 40 m2 und 33 Suiten von 45 - 65 m2
– Bar & Restaurant „Shambala“, Café „Boulevard“
– Konferenzfläche 1.100 m2, 8 flexible Räume inkl. Ballsaal

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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