Direkt zum Inhalt
Das Team von RoomBonus: in der Mitte der CEO Rainer Schuster.

RoomBonus: Alternative zu booking.com

15.03.2016

RoomBonus möchte Gäste dazu animieren, nicht über OTAs, sondern direkt zu buchen. Eine gute Idee.

Die Probleme mit booking.com und Co sind bekannt: Buchungsplattformen können zwar (viele) Gäste generieren, nur leider fressen die fälligen Kommissionen (fast) jede Gewinnmarge auf. Und die Kommissionen steigen und steigen. Die ÖHV spricht bereits von bis zu 50 Prozent des Zimmerpreises. Deshalb unterstützt ÖHV-Geschäftsführer Markus Gratzer auch das österreichische Start-up RoomBonus, das eine Idee hat, wie man mehr Buchungen auf die eigene Hotelhomepage umleiten kann. „Wir müssen unsere Customer-Ownership zurückgewinnen“, sagt Gratzer. 

An der Uni geboren

Rainer Schuster, Gründer und CEO von RoomBonus, kommt von der TU Wien. Er hat dort die Grundidee für eine onlinebasierte Destinationslösung als Alternative zu OTAs entwickelt: Gäste mit Gratis-Zusatzleistungen des Hotels dazu zu bewegen, direkt zu buchen. 
„Aber dann ist politisch nichts passiert“, sagt er. Also gründete er 2015 RoomBonus. Und möchte Hotels und Gästen ein Angebot machen, „Besser als Bestpreis“, nicht billig, sondern smart: Der Gast sucht auf den herkömmlichen Buchungsplattformen interessante Hotels. Dann gibt er die URL seines aktuellen Favoriten auf der Homepage von Room-Bonus ein. Das System von RoomBonus erkennt das Hotel und erstellt auf Basis der vorliegenden Daten des Hotels, des Zimmerpreises, der vorliegenden Kundendaten (Personenanzahl, Aufenthaltsdauer usw.) ein Bonusangebot für den Gast: eine Flasche Sekt aufs Zimmer, einen Rabatt im Spa, ein zusätzliches Kinderbett, Gratis-Leihski etc. Gast und Hotel bekommen dieses Angebot. Werden sich beide einig, bezahlt das Hotel an RoomBonus eine sehr geringe Kommission, hat eine Direktbuchung mehr und muss keine Kommission an eine OTA zahlen. Und bekommt alle vorliegenden Kundendaten. „RoomBonus speichert auch die Boni“, erklärt Schuster. „Über unser System bekommt der Hotelier erstklassige Daten zur Kundenbindung, und er sieht, nach welchen Zusatzleistungen Gäste fragen.“

Der Gast kann auch direkt auf www.RoomBonus.com nach einem Hotel suchen. Dort findet er (bald) Premiumpartner von RoomBonus mit Bild und der ganzen Palette an möglichen Boni (neben u. a. einem ReiseBlog). Schuster spricht von fünf Millionen potenziellen „smarten Gästen“, vor allem Frauen, die auf so ein Angebot eingehen würden. Ab Sommer wird RoomBonus online gehen. Ab Frühjahr wird es eine Werbekampagne geben. 
Momentan werden Hotelpartner gesucht. Später soll es auch ein Browser-Add-in geben, mit dem man als User beim Surfen auf booking.com und Co einen Knopf zur Direktbuchung über RoomBonus angezeigt bekommt. An der IMC FH Krems läuft ein Forschungsprojekt: Mithilfe einer semantischen Text-Analyse und mit Tourismusexperten will man die Hotelsuche und die Zuordnung der passenden Boni feinjustieren.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
Werbung

Weiterführende Themen

680.000 m² Eigengrund und ein eigener Helikopterlandeplatz: Das Schlosshotel Pichlarn hat einen neuen Eigentümer.
Hotellerie
12.01.2021

Die Imlauer Unternehmensgruppe übernimmt das 5-Sterne-Hotel in Aigen im Ennstal. Vermittelt wurde die Transaktion von Christie & Co.

Ab sofort meldet Airbnb Vermieter-Daten der Finanz.
Hotellerie
24.12.2020

Airbnb übermittelt erstmals Vermieterdaten an das Finanzministerium. Damit ist ein lange Zeit diskutierter Beitrag zu Wettbewerbsgleichheit mit Hotels erreicht worden. 

Weitere Hilfen für Gastronomie und Hotellerie sind jetzt beantragbar.
Gastronomie
16.12.2020

Verlustersatz und Umsatzersatz werden verländert. Gastronomen und Hoteliers können unter FinanzOnline  jetzt Anträge stellen. 

Schick: Industrial Style im neuen Ammersin Flagshipstore in Klosterneuburg.
Gastronomie
10.12.2020

Flagship-Store: Der Getränkehändler öffnet die Tore seiner neuen Getränkewelt in Klosterneuburg.

Volle Lager und keine Abnehmer: Gastrozulieferer bekommen Probleme.
Gastronomie
10.12.2020

Lebensmittelgroßhandel, Obst- und Gemüsehändler, Getränkelieferanten & Co: Es droht eine Pleitewelle, warnen Branchenvertreter.

Werbung