Direkt zum Inhalt

Besser ganz zu als halboffen

04.11.2020

Kein Lockdwon mit den derzeitigen Hilfen ist der beste Weg für die Branche, sagt Gastro-Fachgruppen Obmann Mario Pulker.

Mario Pulker ist Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WKO.

Gastronomie und Beherbergungsbetriebe müssen im November wieder schließen. Das trifft die Branche hart. Gesundheitspolitisch führt daran aber kein Weg vorbei. Mit der Entschädigung von 80 Prozent des Vorjahresumsatzes liegt eine gute Lösung für unsere Unternehmen am Tisch, , dieletztlich besser ist, als während eines Lockdowns die Gaststätten nur tagsüber offen halten zu dürfen. Durch noch mehr Menschen im Home-Office und ohne Veranstaltungen und Feiern,  wären deutlich weniger Gäste gekommen.

Über den Sommer war in vielen Betrieben wieder Hoffnung eingekehrt. Die Umsätze erholten sich. Unsere Betriebe haben  ihre Hausaufgaben hinsichtlich der Hygienerichtlinien gemacht und so auch das Vertrauen der Gäste gewinnen konnten. Bekanntlich waren nur 3-4 Prozent der Corona-Infektionen auf die Gastronomie zurückzuführen. Und genau diese Verantwortung, die die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Branche übernommen haben, sehe ich als Grundlage dafür,  dass die Bundesregierung diese relativ weitreichende Entschädigung zugesagt hat.

Nun gilt es, die aktuell alarmierend hohen Zahlen in den Griff zu bekommen.  Die Gesundheit hat oberste Priorität. Wenn wir die Ansteckungen rasch unter Kontrolle bekommen, besteht noch immer die Möglichkeit, dass wir die touristische Wintersaison retten. Auch deshalb, weil in unserem wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland gleichzeitig weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen werden. Nichtsdestotrotz: dieser Winter wird schwieriger und herausfordernder, als die Winter die wir kennen . Letztlich wird erst ein Impfstoff ein Zurück zu normalen Verhältnissen darstellen. Bis dahin dürfen wir nicht den Mut verlieren. 

Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
18.02.2021

Der Umsatz des Caterers ist um 75 Prozent eingebrochen, der Nettoverlust liegt bei 36 Millionen Euro, 3.000 Jobs sind weggefallen. Wie geht es weiter?

Jakob Schreyer (li.) und Christian Rach,
Gastronomie
18.02.2021

Die Gastronomie-Experten Christian Rach und Jakob Schreyer geben Wirten Tipps mit auf den Weg, wie sie bestmöglich durch die Corona-Krise kommen, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein

Ein halbrundes Barelement schließt den Raum nach hinten hin ab.
Gastronomie
12.02.2021

Die Bundestheater-Holding hat im Vorjahr den Pachtvertrag für das Café in der Wiener Oper nicht verlängert. Jetzt wurden die Pläne für die Nachnutzung bekannt. 

Roland Soyka ist seit 2017 kulinarischer Missionar im Stuwerviertel.
Gastronomie
11.02.2021

Fusionsküche im „Café Bauchstich“: Eigentlich wollte Roland Soyka auswandern. Dann kam ihm die Idee, im Wiener Stuwerviertel seine Interpretation eines modernen Beisls umzusetzen. 

Coronakrise: Beinahe jede zehnte Stelle fällt bei Heineken weg.
Gastronomie
11.02.2021

Die niederländische Brau Union-Mutter streicht weltweit 8000 Stellen. Wie wirkt sich das in Österreich aus?

Werbung