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Corona fördert die Digitalisierung.

Experte: Corona fordert mehr Technologieeinsatz

19.08.2020

Die Gastronomie- und Tourismusbetriebe erleben harte Zeiten. Umso wichtiger ist es, auf neue Technologien zu setzen, um auf geänderte Rahmenbedingungen rasch reagieren zu können, meint Jochen Walter, Country Lead Austria bei Amazon Web Services (AWS).

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Jochen Walter leitet das Österreich-Department bei Amazon Web Services (AWS). Er war einer der ersten AWS Mitarbeiter in Deutschland und half, die AWS-Organisation in der deutschen Region sowie das Mittelstands- und Startup-Geschäft auf- und auszubauen.

Die Branche wurde hart von Corona getroffen und die Nachwirkungen dauern noch immer an, nur langsam nimmt der Betrieb wieder an Fahrt auf. Das Gebot der Stunde ist nun – auch unter veränderten Bedingungen, wie beispielsweise den einzuhaltenden Abstandsregelungen und Hygienevorschriften – sich auf ein positives Kundenerlebnis zu konzentrieren. Dieses wie auch die Steigerung der Betriebseffizienz sind die wesentlichen Faktoren, um Kunden wieder zu gewinnen und langfristig an sich zu binden.

Einer Studie („Digitalisierung – Anforderungen an die Digitalisierung in der Tourismus-und Freizeitwirtschaft für Mitgliedsbetriebe der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft“) der Johannes Kepler Universität Linz und der WKO zufolge entscheiden sich mehr als 80 % der Reisenden aufgrund positiver Gästemeinungen und Bewertungen für ein Hotel. Dasselbe gilt für Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Gäste erwarten ein Angebot, das punktgenau auf ihren Geschmack zugeschnitten ist und belohnen gute Dienstleistung mit Loyalität. Das kann sowohl vor Ort in einem Restaurant sein, aber auch virtuell, z.B. was die Kommunikation eines Reiseanbieters oder den Online-Buchungs- bzw. Reservierungsvorgang betrifft.

Daten von 45 Millionen

Laut Statistik Austria besuchen fast 45 Millionen Gäste pro Jahr Österreich – diese enorme Datenmenge aus Rückmeldungen zu Nächtigungen, Bewertungen von Restaurants, Besuch von Sehenswürdigkeiten, etc. kann die Branche sehr gut nutzen, um Einblicke in Vorlieben und Bedürfnisse ihrer Kunden zu gewinnen sowie die Kommunikation mit den Gästen und damit auch ihre künftige Auslastung zu verbessern.

Voraussetzung dafür ist: Die Betriebe müssen in der Lage sein, diese Daten zu sammeln, zu verarbeiten, zu verstehen und den Betrieb danach auszurichten. Um das zu tun, können Cloud Dienste helfen: Anstatt in eigene Rechenzentren zu investieren und von ihnen abhängig zu sein, lassen sich in der Cloud große Datenmengen in Echtzeit unter höchsten Sicherheitsstandards kostengünstig speichern und verarbeiten, wobei der Speicherplatz je nach Bedarf jederzeit rasch und unkompliziert nach oben oder unten skaliert werden kann. Bezahlt wird nur, was auch tatsächlich genutzt wird. Das ist vor allem dann praktisch, wenn es beispielsweise über die Feiertage oder während der Hochsaison zu Lastspitzen kommt.

Intelligente Hilfe

Intelligente Technologien helfen dabei, schneller personalisierte Angebote für Gäste zu finden, oder ganze Prozesse effizienter zu gestalten, wenn zum Beispiel im Restaurant die Lieferstände im Getränkelager automatisch ermittelt und nachbestellt werden.

Auch SKIDATA, der weltweit größte Anbieter von Lösungen für Massenzugänge und Parkraumbewirtschaftung, zu dessen Kunden rund 90% der europäischen Skigebiete gehören, nutzt die Cloud zur Verbesserung des Kundenerlebnisses. Ursprünglich ging es dem Unternehmen darum, die Latenzzeiten zu reduzieren. Der Gast spürt diese insofern, dass es bei einer hohen Latenzzeit zum Beispiel zu Wartezeiten an der Ski-Schranke beim Lift kommen kann, wenn diese sich nicht sofort öffnet.

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