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Rund um den Millstätter See stehen  sieben Biwaks.

Innovativ: Sternderln schauen im Biwak

28.02.2019

In den „Biwaks unter den Sternen – Rifugio sotto le stelle“ schlummern Touristen in aus Lärchen- und Zirbenholz erbauten Hütten am Seeufer oder auf dem Berg. Kreiert von der Millstätter See Tourismus GmbH als außergewöhnliches Hide-away-Projekt, haben heuer erstmals drei Biwaks auch in der Wintersaison geöffnet. Wir haben es ausprobiert.

Übernachten, mal anders und bewusst reduziert.

Schneeflocken fallen auf die Dachfenster, die Sterne sind trotzdem erstaunlich klar zu sehen. Es ist still, nur hie und da ist ein sanftes Knacksen zu hören, als würden die hölzernen Wände atmen. Und wieder geht der Blick nach oben, zu den Sternen-Panoramafenstern, durch die man in seinem Biwak Sternderln schauen kann, ehe man einschlummert.

Seit im Juni 2017 die „Biwaks unter den Sternen – Rifugio sotto le stelle“ rund um den Millstätter See eröffnet wurden, gelten die außergewöhnlichen Hide-away-Holzhäuschen als touristisches Vorzeigeprojekt. Die Idee kam von Maria Theresia Wilhelm von der Millstätter See Tourismus GmbH, das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft förderte mit der Tourismus-Innovationsmillion. Eingereicht wurden Projekte zu baulichen Lösungen im Bereich der Beherbergung, u. a. zum Thema „Nachhaltigkeit und Rückbesinnung auf regionale Authentizität“. Das Projekt „Biwaks unter den Sternen“ schaffte es unter die sechs Gewinner.

Heute stehen sieben aus Lärchen- und Zirbenholz erbaute Refugien an exklusiven Logenplätzen in der Region Millstätter See, am Seeufer genauso wie am Berg. In der heurigen Wintersaison haben erstmals drei davon auch im Winter geöffnet. Jedes der Biwaks wird von einem Partnerbetrieb betreut, in den Wintermonaten vom Sportberg Goldeck in Spittal an der Drau, dem Hotel Moserhof in Seeboden und dem Hotel zur Post Döbriach. Biwak-Gäste haben Zugang zu den Hotels und können den Wellnessbereich nutzen oder essen – es sei denn, sie möchten auch im Winter mit Gourmetkorb und Verwöhnfrühstück verköstigt werden. Dann werden Picknickkörbe vom Partnerhotel zum Biwak gebracht.

Das Konzept der Biwaks ist bewusst reduziert: Geschaffen als Hide-aways und Plätze der Zweisamkeit, sind die Holzhäuschen 15 m2 groß, mit Bett, Tisch, zwei Stühlen und Bad ausgestattet – und mit einzigartigen Sternen-Panoramafenstern. Für das Design zeichnet der Schweizer Szenograf Roger Aeschbach verantwortlich, der bereits den „Weg der Liebe. Sentiero dell’Amore“ in der Region realisierte. Auffallend sind Designelemente wie Rilke-Zitate an den Wänden, Vitra-Stühle oder eine Digital-Detox-Lade, in der die Gäste ihr Smartphone wegsperren können. Denn wer in den Biwaks übernachtet, soll und will wohl auch offline sein, Begegnungen zwischen Berg und See spüren – und Sternderln schauen.

Autor/in:
Jasmin Kreulitsch
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