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Kreativ sein, um dabei zu sein

24.09.2010

Südback 2010, die Bäcker- und Konditorenmesse, setzt auf Themen wie Frühstück oder Schokolade neu interpretiert

Dieter Siegel, Obermeister der Bäckerinnung Stuttgart, Riccarda Struppert, Simone Nitsch, Peter Münzmay und Stephanie Josst von der Messe Stuttgart, Holger Knieling, BÄKO Zentrale Süddeutschland, und Andreas Kofler, LIV Württemberg, zeichnen für das Messekonzept der südback 2010 verantwortlich

Ein attraktives Angebot an Frühstückvariationen, Snacks und kleinen Mahlzeiten wird für Café-Konditoreien und Bäckereien als Umsatzbringer über den Tag immer wichtiger. Bei der Südback 2010, die von 16. bis 19. Oktober 2010 in Stuttgart stattfindet, werden neue Konzepte gezeigt, um einfach an die Trends andocken zu können. „Bäcker und Konditor müssen kreativ sein, um dabei zu sein, wenn McDonald´s zum Angriff bläst. Nach der Einführung der McCafés wirbt er jetzt mit dem Frühstück“, sagt Holger Knieling, Vorstand der Bäko-Zentrale Süddeutschland.

Auf 42.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden 412 Firmen aus 12 Ländern auf der Fachmesse vertreten sein. „Insgesamt 51 Firmen kommen aus dem Ausland. Österreich stellt mit acht Direktausstellern die größte Gruppe unter den Ausstellern, die ihren Firmensitz nicht in Österreich haben“, erklärt Ulrich Kromer, GF der Messe Stuttgart. Die Angebotsschwerpunkte in den vier Hallen sind Bäckereimaschinen, Backmittel, Backöfen, Konditorzubehör und Ladeneinrichtung. Weitere Themen sind verführerische Kaffeespezialitäten, die neuesten Schokoladekreationen, Snackideen für das boomende Außer-Haus-Geschäft und die moderne Warenpräsentation.

„Die Südback wird zunehmend nicht nur von Bäckern und Konditoren als Branchentreffpunkt genutzt, sondern auch immer mehr von Cafetiers, Gastronomen und Hoteliers. Daher werden auch dieses Jahr Themen wie neue Standortchancen und Vertriebsstrukturen, Werbung und neue Wege, wie man die Kunden an sich bindet, in den Mittelpunkt der Fachmesse gerückt“, meint Kromer.

Statt der drei großen Mahlzeiten pro Tag greifen viele Konsumenten zu kleineren, leichteren Snacks wie belegte Brötchen, Bagels oder Wraps. „Der neue Anspruch der Verbraucher verändert somit das Berufsbild des Bäckers und Konditors. Zwar steht nach wie vor das handwerkliche Können im Vordergrund, aber dies allein reicht nicht mehr aus, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Der moderne Bäcker, Konditor, aber auch Cafetier muss sich mit Frühstücksideen und warmen Zwischenmahlzeiten ebenso auskennen wie mit Convenience- und Cafeteria-Produkten. Dazu gehört aber nicht nur ein hochwertiges Speisenangebot mit Pauschalpreisen oder ein Frühstücksbuffet, stimmen müssen auch das Ambiente und der Service, ebenso wie die Präsentation der Produkte.

„Wer diese Trends verpasst, wird mittelfristig auf der Strecke bleiben. Lifestyle und Design, eine internationale Speisekarte und nicht  zuletzt die eigenen kulinarischen Erfahrungen beim Urlaub im Ausland fordern von Bäcker, Konditor und Cafetier Ideenreichtum und neue Ladenkonzepte. Die Zuwächse an Südback-Ausstellern im Heißgetränkebereich, Ladenbau und Outdoor-Bereich spiegeln wider, dass Bäckereien auch immer mehr zu Cafés, Snack- und Frühstücksanbietern werden“, meint Ulrich Kromer. Die Messe Stuttgart erwartet rund 30.000 Besucher. Fachbesucher können sich via Internet registrieren und zahlen dadurch nur den halben Eintrittspreis.

Während andere Messen über neue Konzepte nachdenken, sieht das Team der Messe Stuttgart für die Südback durchaus Wachstumspotenziale und überlegt, die Messe langsam zu erweitern. „Wir machen dies von der Konjunktur abhängig und werden dann entscheiden, ob wir bei der Südback eine weitere Halle aufsperren“, so der GF der Messe Stuttgart.

www.messe-stuttgart.de

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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