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Die ÖHT vergibt Haftungen in der Krise. Mehr als 2000 Anträge gab es bislang.

Coronakrise: Neue Haftungen für Unternehmer

22.03.2020

Bei der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) laufen die Leitungen heiß: Bereits 2.000 Anträge für Kredithaftungen zählt man. Weitere 100 Millionen Euro für Haftungen kommen. Gastronomieobmann Pulker fordert weiter: der Kontokorrentrahmen muss bald erhöht werden.

Tourismus- und Gastronomiebetriebe können bei der Hotel und Tourismusbank (ÖHT) um Kredithaftungen anzusuchen. 3.164 Anträge dafür seien in einer Woche heruntergeladen und 2.518 davon eingereicht worden, sagte ÖHT-Vorstand Wolfgang Kleemann am Freitag im Ö1-Radio.

Weitere 100 Millionen in Aussicht gestellt

Der von der Regierung zur Verfügung gestellte Rahmen von 100 Mio. Euro sei damit bereits ausgeschöpft. Es braucht also neue Mittel: Die wurden von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger prinzipiell zugesagt. Es soll zunächst einmal um weitere hunderte Millionen gehen. Nach Antragstellung geht es laut Kleemann für die Unternehmen rasch. „Wir haben ein verkürztes Verfahren in Anwendung, im schlechtesten Fall dauert es zwei bis drei Werktage.“ Neben den Haftungen für Tourismusbetriebe hat die Regierung auch einen 15-Milliarden-Härtefonds für alle Unternehmen ins Leben gerufen.

Pulker: eine Erhöhung der Konto-Überziehungsrahmen

Mario Pulker, Fachverbandsobmann  Gastronomie, fordert auch eine Erhöhung der Konto-Überziehungsrahmen. "Es ist sehr unbürokratisch bei der ÖHT, aber es dauert trotzdem. Und der schnellste Weg ist immer noch, wenn ich meinen Kontokorrentrahmen erhöhen kann und keine Verpflichtung eingehen muss auf die nächsten drei Jahre, einen Kredit rückzuführen", sagt Pulker.

Der Branchenvertreter  kritisiert dabei die Banken: „Hier stellen sich manche Banken taub und unterstützen die Betriebe nicht.“ Sein Appell an die Banken: „Bitte helfen Sie in diesen schwierigen Zeiten unseren Mitgliedsbetrieben und stocken Sie die Kontokorrentrahmen auf, sonst werden wir nach dieser Krise sehr, sehr viele Betriebe haben, die nicht mehr aufsperren werden."

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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