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Crowdfunding-Rekord

22.03.2017

Satte 600.000 Euro stellte der Trattlerhof in Kärnten auf. Weitere Hotel-Projekte setzen auf die Crowd

Das Traditionshaus geht bei der Finanzierung neue Wege.

Schön langsam kommt Crowdfunding als alternative Finanzierungsform in der Hotellerie an. Die Ex-Skistars Hermann Maier und Rainer Schönfelder sammelten unlängst über die Plattform we4tourism 100.000 Euro für deren Adeo-Alpin Hotel in Bad Kleinkirchheim. Der nur ein paar Meter entfernte Trattlerhof verzichtete gar auf eine Plattform und kontaktierte seine Kunden und Investoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum direkt. Der Deal: Sechs Prozent Verzinsung, wobei die Hälfte der Rendite in Form von Hotelgutscheinen fließt. Das Resultat war überwältigend, wie Jakob Forstnig, der das Traditionshaus in fünfter Generation führt, nun bekanntgab. Insgesamt hat er 600.000 Euro aufgestellt.

Aus- und Umbau

Mit dem Investment werden die Neuerrichtung eines Kinderspielelands, der Ausbau des Wellness-Bereichs sowie neue Familien- und Wellness-Suiten finanziert. Noch nie zuvor konnte ein österreichischer Tourismusbetrieb so viel Geld über eine Online-Finanzierung einsammeln. Das Beispiel zeigt, dass über alternative Wege Finanzierungen abseits des Bankkredits aufgestellt werden können. Erst seit einem Jahr wurde über das neue Crowdfundinggesetz dieser Zugang zur Finanzierung erleichtert. Die aufgestellten Summen werden dabei immer höher. Auf der Plattform 1000 x 1000 wollen die Gasteiner Bergbahnen derzeit 1,6 Millionen für den Ausbau der Schlossalm-Bahn sammeln. Mehr als 90 Prozent der Projektsumme wurden bereits erreicht.

Autor/in:
Daniel Nutz
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