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Erster Uni-Lehrgang für Food Design

10.05.2017

Der Universitätslehrgang Food Design der New Design University (NDU) in St. Pölten ist im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartig und startet im Herbst.

 

Im Studium werden kulturhistorische Fragen rund um das Thema Essen und Lebensmittel erörtert oder praxisnahe Lebensmittel und Settings entworfen.
Food Design-Lehrgang

Dauer: 3 Semester berufsbegl.
Abschluss: Akad. gepr. Food Designer/in
Kosten: 1.900 € pro Semester
Zugangsvoraussetzungen:
• Reifeprüfung
• oder eine abgeschlossene ­Berufsausbildung mit mind. zweijähriger facheinschlägiger Berufspraxis

Mit einem Lehrgang für Food Design schafft die NDU in Kooperation mit der Tourismusschule St. Pölten (TMS) sowie dem WIFI NÖ eine berufsbegleitende akademische Ausbildung, die sich mit dem nachhaltigen Ablauf von Food-Design-Prozessen beschäftigt. „Ein gutes Essen allein reicht nicht mehr aus, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Der Lehrgang beschäftigt sich deshalb mit der Gesamtbreite des Essens und stellt die Nachhaltigkeit in Beschaffung, Zubereitung und Präsentation in den Vordergrund. Die zentrale Frage, die wir uns stellen, ist: Mit welchen Design-Mitteln können wir arbeiten, um den Akt des Essens positiv zu verändern?“, erklärt Martin Hablesreiter, der gemeinsam mit Sonja Stummerer den Lehrgang leiten wird.

Beide zählen zu den Gründern der internationalen Food-Design-Szene. Seit mehr als zwölf Jahren forschen und publizieren sie zu diesem Thema, haben zahlreiche Ausstellungen, In-stallationen und Performances sowie einen Film umgesetzt. Ursprünglich haben die Food-Designer Architektur studiert und sind im Rahmen verschiedener Auslandsaufenthalte zum Food Design gekommen. Stummerer: „Design ist die Schnittstelle zwischen Produktion und Konsumation, in der Architektur genauso wie bei Lebensmitteln.“ Im Food-Design-Studium werden unter anderem kulturhistorische Fragen rund um das Thema Essen und Lebensmittel erörtert sowie praxisnahe Lebensmittel und Settings entworfen.

Gastronomische Ausbildung

So werden die Studierenden in drei Semestern eine Grundausbildung in Design sowie eine fundierte gastronomische Ausbildung absolvieren. „Auch einen kaufmännischen Teil für den Start ins Unternehmertum wird der Lehrgang beinhalten“, so Hablesreiter. Die Zielgruppe sei dabei bewusst breit gesteckt: „Durch den umfangreichen Lehrplan, der sich von Entrepreneurship über Lebensmitteltechnologie bis zu experimentellen Designtechniken erstreckt, richtet sich das Programm sowohl an Teilnehmer aus den Bereichen Tourismus und Gastronomie als auch an designbegeisterte und -erfahrene Interessenten“, sagt TMS-Direktorin Sissy Nitsche-Altendorfer und ergänzt: „Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit der New Design University, denn wir waren schon länger schwanger mit der Idee.

Die Berufsperspektiven sind vielseitig: Die Absolventen können zum Beispiel in lebensmittelverarbeitenden Betrieben Fuß fassen, sich selbstständig machen – als Gastronom oder als Konsulent für Food Design. Oder sie starten danach ein Aufbaustudium für eine internationale Karriere im Design.“

 

Text: Karin Bornett

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