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Von Adam bis Absacker: Faszination des Apfels

26.03.2021

Wie die Weintraube kann auch der Apfel mit seinen flüssigen Abkömmlingen ein ganzes Menü begleiten: Ein Cider zur Suppe und Calvados am Schluss!

Goldparmäne, Schöner von Boskoop, Müschens Rosenapfel – die Namen von alten Apfelsorten zeigen die Wertschätzung der „biblischen“ Frucht. Es ist kein Wortgeklingel: 20 Kilogramm pro Kopf und Jahr beträgt der heimische Verbrauch. Wobei da die flüssigen „Äpfel“ noch gar nicht mitgerechnet sind. 

Doch das Verhältnis aus Säure und nie zu zuckerhaltiger Frucht begeistert: Mit einem „Brix“-Wert zwischen 11 und 12 liegen etwa Elstar oder Topaz ungefähr im Bereich der Marille. Die Säure hingegen streut erheblich. Um den Faktor zehn können sich die Sorten unterscheiden, wies der Pomologe Friedrich Höhne Werte zwischen 1,5 Gramm und 15,4 Gramm aus. Zwischen diesen Polen aber findet sich das perfekte süß-saure Spiel, das den Apfel zur Paradiesfrucht für Brauer und Brenner macht. 

Apfelbauern erkennen die Vielfalt der Streuobstwiesen heute uneingeschränkt als Schatz an. Zumal auch die Nachpflanzungen hier lange brauchen, bis ein ertragsfähiger Baum daraus geworden ist. Dass sich Apfelmost-Gegenden und Cider-Hochburgen seit Jahrhunderten nicht verändert haben, wird seinen Grund haben. Denn nicht das schönste Obst, sondern das geeignetste interessiert den Kenner.

Die hippe Most-Variante 

Die traditionelle Sicht auf die Apfelge­tränke mag auch ein Grund sein, warum sich Cider nur langsam zum echten Trend entwickelt. Zumindest in heimischen Breiten, denn der skandinavische Raum und Großbritannien lieben ihn. Offenbar vereint er generationsübergreifend die Freunde prickelnder Erfrischung mit leichtem Alkohol. Und es sind nicht immer nur die Früchte der Rosengewächse, zu denen der Apfelbaum übrigens gehört, die hier eine zeitgemäße Behandlung erfahren. Die lässt sich auch in der Menü-Begleitung einbringen: Zu vielen Creme-Suppen ist Cider ein guter Begleiter. Es muss ja nicht immer Wein sein! Und für die Harmonie in Sachen Foodpairing gibt es ohnehin den Apfelbrand „danach“ – auch ihm widmete sich das ÖGZ-Kostquartett bei ihrer Verkostung, die damit „ap(fel)gerundet“ wurde. 

ÖGZ-Sieger 2021 der Kategorie "Alles Apfel"

Somersby: Witzig, Retro und mit ÖGZ-Gold

Von der größten internationalen und schnellstwachsenden Cider-Marke der Welt: die neue Trend-Sorte Heidelbeere. Fermentiert aus echtem Apfelsaft, ohne künstliche Zusatzstoffe. Eiskalt serviert, bietet „Sommersby Blueberry“ ein perfektes Zusammenspiel der Geschmacksnuancen. 

Kindheitserinnerungen werden wach beim Duft, der zwischen Himbeer-Kracherl und „Traubisoda“ pendelt. Der Apfelgeschmack ist gut verwoben mit der leicht säurigen Heidelbeere. Die Süße am Gaumen ist da, die druckvolle Kohlensäure hält aber gut dagegen.

Somersby // Somersby Blueberry Cider / 4,5 % Importeur: www.brandzup.at 

 

Somersby: Witzig, Retro und mit ÖGZ-Gold
Jöbstl: Hochinteressanter Mix holt Gold

„Das Schönste beim Schnapsbrennen ist, ein Produkt von Beginn an bis zum Verkauf in der Hand zu haben, von der Pflege der Obstkultur, der Auswahl des reifen Obstes über den gesamten Gär- und Brennvorgang bis zur Gestaltung der Flasche“, so Waltraud Jöbstl.

Apfelschale und Nusskern – beides ist im Duft präsent. Auf der einen Seite hausgemachter „Nussaner“ samt Gewürzen wie Zimt, auf der anderen „Kronprinz Rudolf“ – wie im frischen Apfelstrudel. Auch zart schokoladige Komposition und wirklich „wunderbar zur Melange“! 

Brennerei Waltraud Jöbstl // Apfel auf Nuss / 30,5 % www.brennerei-joebstl.at

Jöbstl: Hochinteressanter Mix holt Gold

 

 

 

 

Autor/in:
Roland Graf
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