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Menschenkraft statt Motor: bei Coffee Bike.

Coffee goes mobile

27.09.2017

Mobile Kaffeelösungen können vor allem im Catering- und Eventbereich eingesetzt werden. Doch auch jenseits davon erschließen sich immer neue Geschäftsfelder. Ein Überblick.

Java Premiumcafé von Transgourmet bietet unterschiedliche Modelle an, mit denen bis zu 500 Gäste betreut werden können.
Der Marktführer „Espresso Mobil“ rast seit 2012 an mittlerweile sieben Standorten mit 19 Fahrzeugen und zwölf Coffee-Cases durch.
Mobile Einsatzmöglich­keiten
  • Events, Streetfood-Veranstaltungen, Festivals, Roadshows
  • Firmenfeiern, Hausmessen, ­Vernissagen
  • Messen und Märkte
  • Vor dem Bürogebäude für die Kaffeepause vor Ort
  • Private Feste wie Hochzeiten, Gartenfeste, Weihnachtsfeiern, Geburtstage
  • Im Hotel für Seminare, Symposien, Bankett, Frühstücksraum, Lobby 
  • Sportevents
  • Für Vereine

In den USA begann man bereits in den 1980er-Jahren mit dem Einsatz sogenannter Coffee-Carts, mobilen Kaffeebars auf Rädern, als Stand und als Anhänger, die praktisch überall aufgebaut werden konnten. In unseren Breitengraden umfasst der Mobile-Coffee-Bereich weniger die Coffee-Carts, sondern mehr mobile Fahrzeuge (wie z. B. Piaggio Ape oder umgebaute VW Bullis) und spezielle Fahrräder (Coffee-Bikes). Adaptierte Kaffeeanhänger und das Kaffeecatering mit transportfähigen Kaffeebars durch ausgebildete Baristi runden das Angebot ab. Gastronomen können diese mobilen Kaffeelösungen meist mieten und damit unzählige Einsatzmöglichkeiten abdecken.

Im Fokus der mobilen Kaffeedienstleistung steht immer eine möglichst hohe Kaffeequalität vor Ort, d. h. Top-Maschinen, bestes Equipment (z. B. Mühlen), höchstmögliche Flexibilität, wie Wasser-Tank, Gas oder Batterie (Funktion mit 230 V), sowie mit professioneller Manpower vor Ort, also mit Barista-Service und Latte-Art. 
Diese mobilen Stände sind ein Eyecatcher auf jeder Veranstaltung und quasi überall einsetzbar. Sie können ohne großen Aufwand und viel Vorbereitung auch sofort in Betrieb genommen werden.

Espressomobil.at

Marktführer in Österreich ist Espressomobil.at, die seit 2012 im Einsatz sind. Die Geschäftsidee war und ist es, die mobile Kaffeezubereitung mit einem starken Dienstleistungsangebot als Premium-Produkt zu etablieren, gekoppelt mit dem Anspruch, dass der Kaffee auf der Straße zumindest gleich gut, wenn nicht besser wie in den Kaffeehäusern sein soll.
Espressomobil ist heute in Österreich mit 19 Fahrzeugen, zwölf Coffee-Cases, sieben mobilen Standorten sehr präsent. Die Zentrale befindet sich in Wien-Heiligenstadt, von wo aus täglich sieben Standorte in ganz Österreich angefahren werden. Die Expansion erfolgt mittlerweile mittels Franchise-System. Expressomobil stellt den Franchise-Partnern das gesamte Know-how zur Verfügung, inklusive Barista-Schulungen und Fahrzeugsupport für die Piaggio. Die „Bienen“ (Ape), wie sie in Italien heißen, sind dreirädrige Vespacars mit Kultstatus, werden seit 1947 vom italienischen Hersteller Piaggio gefertigt – als große Schwester der Vespa („Wespe“).

Je nachdem, ob Verkaufsgastronomie oder Catering, für jeden Bereich gibt es unterschiedliche Abrechnungs- bzw. Mietmodelle. Espressomobil ist Dienstleister und arbeitet mit verschiedenen Kaffeefirmen zusammen. Der ausgebildete Barista ist jedoch immer mit an Bord.

Javacafe.at

Auch Java Premiumcafe von Transgourmet ist seit einigen Jahren mobil. Unter dem Label der exklusiven Kaffeemarke werden trendige Café-Mobile für den perfekten Outdoor-Kaffeegenuss verliehen. Auch hier kommt meist die Piaggio Ape mit italienischem Charme zum Einsatz. Alternativ kann auch der robuste Javacafe-Anhänger gemietet werden, der mit dem eigenen PKW zum Bewirtungsort gefahren werden kann. Die Javacafe-Profi-Baristas unterstützen und entlasten die Veranstalter bzw. die Gastronomie. Abhängig vom gewählten Modell, können bis zu 500 Gäste vor Ort versorgt werden. Javacafe setzt auf einfache Bedienung und optimale Ausstattung – eine kurze Instruktion bei der Abholung genügt. Auf Anfrage brüht auch gerne ein erfahrener Barista die Kaffeespezialitäten vor Ort.
Neben den bereits erwähnten Dienstleistern sind weitere überregionale Anbieter in Österreich tätig, wie z. B. Dallmayr Kaffee mit einer Piaggio Ape und einem VW Bulli, sowie Hornig Kaffee aus Graz, auch mit dem Piaggio-Dreirad. 

café+co

Die rollenden Dreirad-Kaffeehäuser von café+co wiegen gerade mal 550 Kilogramm und bringen es im geöffneten Zustand auf eine Länge von 3,6 Metern. Damit sind sie der optimale Eyecatcher, der nahezu überall problemlos Platz findet. Die Espressomaschine im café+co-Mobil kann über einen herkömmlichen 230-Volt-Stromanschluss zum Leben erweckt werden, funktioniert aber auch über eine Batterie. Im café+co-Mobil werden Spezialitäten wie Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato oder Melange aus frisch gerösteten Kaffeebohnen zubereitet. Besten Geschmack garantiert eine Siebträger-Espressomaschine aus der Gastronomielinie von café+co. Die Kaffeespezialitäten gibt es selbstverständlich auch „to go“ zum Mitnehmen. Zusätzlich werden auch heiße Schokolade, Tee, café+co Ice Eiskaffee oder Mineralwasser vom café+co-Team serviert.

Cup&Cino 

Etwas anders geht es der Kaffee-Gesamtsortimenter Cup&Cino an. Hier setzt man vor allem auf das mobile Catering im Hotel. Die Kaffeevielfalt und -qualität wurde hier sozusagen auf professionelle Rollen gestellt: Die mobilen Kaffeebars sind bestens ausgestattet, mit Tank und mit Teleme-trie für die Kombination mit allen gängigen Kassensystemen. Ob im Frühstücksraum, bei Festen, Veranstaltungen oder bei Tagungen – der Kaffee wird einfach direkt zum Gast gerollt und spart zudem an Personal. Wenn in den Vormittagsstunden Meetings in den Konferenzräumen stattfinden, kann die Kaffeelösung vom Frühstück einfach direkt vor den Besprechungsraum oder in die Lobby gefahren werden. Die mobile Kaffeebar ist in verschiedenen Ausstattungen zu bekommen. Vom kleinen Kaffeevollautomaten bis hin zu sehr großen Lösungen mit 300 bis 400 Tassen in kürzester Zeit. 
Darüber hinaus bietet diese Lösung auch für Outdoor-Veranstaltungen einige Highlights. Dank besonders großer Rollen lässt sich die mobile Kaffeelösung auch auf unebenen Boden fahren. So können auch auf Konzerten, großen Events oder Hochzeiten frische Kaffeespezialitäten im Außenbereich angeboten werden. Auch für Biergärten oder Eiscafés bietet sich diese Lösung an, denn der Kaffee kommt zum Gast, indem die Kaffeemaschine einfach nach draußen gefahren wird.

Regionale Anbieter

Kleine regionale Anbieter decken zusätzlich den mobilen Kaffeeservice in einzelnen Städten ab. So liefert „fahr.Bar“ in Salzburg die Heißgetränke mit einer umgebauten Fahrrad-Kaffeebar aus, während „We love Coffee“ auf die „Piaggio-Biene“ setzt. In Graz zaubert Mocapé Herzchen auf den Cappuccino und in Oberösterreich beliefert Gori Kaffee Messen und Events. 

Neueste Trends

Verstärkt wird in der nächsten Zeit sicher der Umweltgedanke in den Fokus rücken. So haben Coffeebikes bereits in vielen Ländern Fuß gefasst, sehr stark z. B. auch in Deutschland, während das „Kaffee-Radl“ bei uns noch etwas hinten nachtritt. Solarbetriebene Kaffee-Fahrräder sind in den USA gerade ganz groß in Mode (z. B. wheelyscafe.com). Aber auch in der nahen Schweiz gibt es bereits interessante Lösungen: So führte das Stadtspital Triemli in Zürich als erstes Schweizer Spital einen neuen Kaffeeservice ein. In Zusammenarbeit mit der Vendingfirma Selecta rüstete man das Spital mit 15 mobilen, akkubetriebenen Cateringwagen mit modernen Vollautomaten aus und serviert so den Patienten frisch gemahlenen und gebrühten Café crème, Cappuccino oder Latte Macchiato mit frischer Milch auf höchstem Niveau.

Autor/in:
Martin Kienreich
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