Direkt zum Inhalt
Persönliche Kommunikation ist Besuchern besonders wichtig, das gilt insbesondere für die "Alles für den Gast".

Gast: "Zusammenkommen ist für Branche enorm wichtig“

24.06.2020

Die Frage, ob die „Alles für den Gast“ im Herbst stattfinden wird, beantwortet Reed-GF Barbara Leithner aus heutiger Sicht mit einem eindeutigen „Ja“.  Die Sicherheit für alle hat oberste Priorität, Aussteller dürfen sich zudem über einige Goodies freuen.

Reed-GF Barbara Leithner: „Arbeiten hart daran, dass alle Messen stattfinden können.“

Unser Artikel in der letzten Print-Ausgabe hat Wellen geschlagen. Kein Wunder: Wie die ÖGZ exklusiv berichtet hatte, wollen einige namhafte Hersteller der „Alles für den Gast“ im Herbst fernbleiben. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht die behördlichen Vorgaben bekannt, die für Großveranstaltungen von Veranstaltern umgesetzt werden müssen. Während sich die große Mehrheit der Aussteller aus dem Vorjahr auch bereits wieder für die Herbstausgabe angemeldet hat, gibt es noch eine Gruppe, die noch nicht sicher ist und abwartet.

Lockerheit

Wie locker kann man in so einer Situation als Veranstalter sein? Und was erwartet Besucher und Aussteller im Herbst? Für Barbara Leithner, Geschäftsführerin für B2B-Messen bei Reed Österreich, ist die jetzige Situation – so wie für uns alle - neu. Aber: „Wir arbeiten hart daran, dass alle Messen stattfinden können.“ Seitdem die Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung nun vorlägen, gehe es nun darum, diese Rahmenbedingungen umzusetzen und „gute Konzepte zu entwickeln, um Sicherheit gewährleisten zu können“. Gleichzeitig müsse eine praktikable Umsetzung gewährleistet und  wirtschaftliche Aspekte der Unternehmen berücksichtig werden. Leithner: „Aus unserer Sicht werden wir im Herbst gute Veranstaltungen über die Bühne bringen!“

Nachfrage nach Fläche

Die Absagen einiger Aussteller fußen auf wirtschaftlichen Unsicherheiten. Andrerseits sind 80% der Flächen mit knapp unter 500 Anmeldungen bereits wieder für die Herbst-Gast vermietet. Die Reed-Geschäftsführerin freut sich zudem über jene Aussteller, die Flagge zeigen und Lösungen für diese schwierige Zeit anbieten wollen. „Es gibt eine aktive Nachfrage nach anderen Standplätzen und mehr Fläche“. Außerdem gibt es seit einigen Wochen auch eine starke Nachfrage aus dem süddeutschen Raum, denn dort fehle es an einer Plattform, um Zielgruppen zu erreichen und Innovationen zu zeigen. Leithner: „Es gibt auch eine umfangreiche Warteliste, dabei handelt es sich um Unternehmen, die im Vorjahr nicht ausgestellt haben und gerne dabei wären.“

Preisnachlässe und Refundierungen

Als Goodie für Aussteller gibt es heuer einen Preisnachlass von 10% auf die Standgebühr, außerdem eine Reduktion der rückverrechneten Einladungsgutscheine, die Aussteller an ihre Kunden weitergeben. „Hier gibt es sogar einen Nachlass von 50%“, so die Reed-GF gegenüber der ÖGZ. Zudem gibt es eine 100%ige Refundierung der Standgebühr, falls die „Gast“ kurzfristig behördlich untersagt werden sollte. Diese Praxis wurde seitens Reed bereits bei den Messen im Frühjahr angewandt. „Das Signal ist klar: Wir erwarten eine gute Besucherfrequenz, wir erwarten die richtigen Besucher, und wir helfen gleichzeitig den Ausstellern auf finanzieller Ebene“, so Leithner.

Wie auch immer: Der Stellenwert der persönlichen Kommunikation ist Gast-Besuchern weiterhin äußerst wichtig. 53% sagen, dass die persönliche Kommunikation wichtiger wird, 40% sagen, dass die Wichtigkeit gleich bleibt – auch das förderte die Besucherbefragung im Mai zutage. „Die persönliche Kommunikation wird sehr hoch eingeschätzt, gerade in einer Branche, die von der Sensorik lebt, das funktioniert nicht über andere Medien. Das Zusammenkommen ist für diese Branche enorm wichtig“, sagt die Reed-Geschäftsführerin.

Digitale Plattform

Neue Techniken werden laut Leithner Messen in Zukunft nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Eine starke digitale Plattform mache jedenfalls Sinn: Webinare, Live-Talks oder ein Content-Bereich für Besucher, die nicht dabei sein können – all das ist für die Herbst-Gast bereits in Planung.

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

v. li.: Cafetier Berndt Querfeld und "Soul Kitchen" Chefin Farangis Firoozian, NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn und SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter.
Gastronomie
03.03.2021

Neos und SPÖ fordern Klarheit bei Geschäftsraummieten und Wirtschafshilfen.

Aller Voraussicht nach dürfen Betriebe ihren Schanigarten öffnen - rund um Ostern. In Vorarlberg kommen die Lockerungen früher, und in größerem Umfang.
Gastronomie
02.03.2021

In rund vier Wochen sollen Schanigärten in ganz Österreich öffnen dürfen. Die Vorarlberger dürfen sich ab dem 15. März über größere Lockerungen freuen.

Wein
01.03.2021

Rosé-Frizzante war bislang eine beliebte heimische Aperitif-Kategorie. Nun macht ihm der erste, noch mengenschwache rosa Jahrgang des italienischen Prosecco Konkurrenz.

Wein
01.03.2021

Österreichs Paradesorte ruft sich mit einem sehr „gastronomischen“ Jahrgang 2020 in Erinnerung. Sie setzt den Kontrapunkt zu den gereiften Sortenvertretern, die immer mehr Winzer anbieten

Wein
01.03.2021

Gebremst, aber nicht aufgehalten wurden die alkoholfreien Destillate durch Corona. Rechtzeitig zur Fastenzeit: Was ist dran an dieser neuartigen Cocktail-Basis? Wir haben für Sie getestet.

Werbung