Ein Stresstest unter Ferienhotels aus der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie der Prodinger Tourismusberatung zeigt die Belastung durch höhere Energie- und Rohstoffkosten, Mitarbeitermangel sowie die steigende Inflation und Zinsen.  
Die Befürchtung: Der Aufschwung des heimischen Tourismus wird dadurch in den kommenden Jahren empfindlich gebremst werden. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise wird sich die Wareneinsatzquote um zwei Prozentpunkte, von 13 auf 15 Prozent der Gesamterlöse, erhöhen. Anziehen werden auch die Mitarbeiterkosten aufgrund der Verknappung am Mitarbeitermarkt und der zu erwartenden hohen Lohnabschlüsse, so weit die Prodinger-Prognose.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) wird 2022 noch ein Nullsum­menspiel sein, da die höheren Energiekosten erst ab dem Herbst voll greifen. Für 2023 ist allerdings ein „Mehrfachschock“ zu befürchten, so Prodinger-Geschäftsführer Thomas Reisenzahn. Das dicke Ende kommt aber bis 2023 noch. Bis dahin werden der Zinsanstieg (auch jener, der möglicherweise noch kommen wird) und natürlich auch die Kostenanstiege (auch hier scheint das Ende der Fahnenstange wohl noch nicht erreicht) noch stärker spürbar werden. Die Dienstleistung im Tourismus verteuerte sich bereits in den letzten Jahren. Ein weiterer Kostenausgleich zulasten der Branche scheint nicht mehr möglich.

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