Vor allem die israelische Tourismusindustrie hat seit COVID nie wirklich durchatmen können und der 7. Oktober 2023 traf die Branche mit voller Wucht, die gerade dabei war, sich zu erholen. Jetzt sind aber die Blicke nach vorn gerichtet, denn auch die israelische Tourismusbranche bleibt aktiv und zuversichtlich. Dies nicht zuletzt aus dem Grund, weil Israel nicht die Hände in den Schoß gelegt hat, vor allem der Tourismus, sondern zahlreiche neue Highlights, Veränderungen, Hotels, Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gestartet hat. „Es ist bemerkenswert, was das israelische Tourismusministerium in den zurückliegenden Jahren geleistet hat“, meint Henriette Pansold, der Director Public Relations für das Israel Ministry of Tourism für die DACH-Region.
Fülle von Neuerungen
Seit Oktober 2023 entstanden zudem rund 2.700 neue Hotelzimmer, u.a. das exklusive Hotel „Kayma Dead Sea“, ein Isrotel, die mit 27 Häusern zu den größten Hotelgruppen des Landes zählt. Isrotel gehört zu mehr als zwei Dritteln der wohlhabenden Lubinski-Familie, die ritisch-jüdischen Wurzeln hat.
Auch Großprojekte, wie das „Atlantis City“ am Toten Meer – es handelt sich um das Flaggschiff der Bercleys Group des israelischen Immobilienunternehmers Moti Green – oder die neuen Luxusresorts in der Negev-Wüste – am Rand des Ramon-Kraters bei Mitzpe Ramon entstehen u.a. drei neue 5-Sterne-Hotels sowie das Isrotel Luxury Glamping – zeigen, dass Israel nicht auf den Neustart wartet, sondern ihn aktiv vorbereitet.
Zusätzlich können sich die Gäste auf neue archäologische Entdeckungen freuen, wie die „Ancient Road“ in Jerusalem (eine rund 2.000 Jahre alte Straße aus der Zeit des Zweiten Tempels), neue Wanderwege (wie den „Way 2 Jerusalem“, der von Jaffa bis Jerusalem führt und als ein Destination-Pilgerweg gestaltet wurde) oder die offizielle „Wine Route“ in der Negev Wüste, welche die Wüstenregion als eigene Wein- und Agrartourismusdestination etabliert.
Auch kulturell setzt Israel Akzente. Etwa mit der beeindruckenden neuen „Nationalbibliothek“ in Jerusalem. Es handelt sich um eine der bedeutendsten Bibliotheken des Nahen Ostens (rund 2,5 Mio. Bücher sowie Sammlungen jüdischer Handschriften, ergänzt um umfangreiche Musik- und Tonaufnahmen, historische Karten und Fotografien), deren Ursprung auf das Jahr 1892 zurückgeht und die in ein 2023 eröffnetes Gebäude übersiedelt ist.
Treue und Loyalität der Partner
Alle Zeichen stehen also auf einen Neustart für die Tourismusbranche Israels. Alleine von Österreich starten aktuell 45 Direktflüge pro Woche nach Tel Aviv, sowohl von Wien als auch von Salzburg. Austrian Airlines bietet 18 Verbindungen, EL AL Israel Airlines 12. Dazu kommen Flüge von Bluebird, Israir und Arkia.
Auch die Reiseveranstalter stehen in den Startlöchern und planen einen schnellen Buchungsstart für Israel-Reisen. Besonders jene Partner, für die Israel ein Kerngeschäft war und wieder sein wird, planen zuversichtlich die Rückkehr des Israeltourismus, wie etwa Gebeco oder die österreichischen Spezialisten für Israel, wie das Innsbrucker Reisestudio „Erlebe-Israel“ oder I.T.C.-Reisen Wien und natürlich „Biblische Reisen“.
„Wir sind tief berührt über die Treue und Loyalität unser Partner, die uns in den vergangenen schweren herausfordernden Jahren immer zur Seite gestanden haben“, betont Ksenia Kobiakov, Direktorin, für das Israel Ministry of Tourism für die DACH-Region.
Gastfreundschaft & Vielfalt
Was bei all den Zahlen und Projekten oft zu kurz kommt, ist das Eigentliche: die Menschen. Rund 250.000 sind in der israelischen Tourismusbranche tätig, die als eines der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes gilt. Henriette Pansold: „Wer mit Israelis vor Ort spricht, spürt sofort, wie sehr sie sich über jeden Gast freuen. Jeder Satz beginnt oder endet mit einem „Toda Raba – Danke, dass ihr hier seid.“
Diese Gastfreundschaft, gepaart mit der Vielfalt des Landes – von der pulsierenden Strandpromenade Tel Avivs über die Altstadt Jerusalems bis zur Stille der Wüste – macht Israel zu einem Reiseziel, das nachwirkt. Denn wer einmal in dem Land war, kommt oft wieder: Die Wiederholer-Quote lag vor der Covid- und der darauffolgenden Krise bei rund 45 %.
Die Botschaft an die Branche ist deshalb klar: Israel verdient einen festen Platz auf der „Bucket“-List (persönliche Liste von Dingen, die man im Leben unbedingt machen sollte) – nicht irgendwann, sondern für 2027. Ksenia Kobiakov: „Das Land ist bereit für internationale Gäste, die Infrastruktur wurde ausgebaut, die Menschen warten mit offenen Armen. Es liegt nun an uns allen in der Reisebranche, dieses Momentum zu nutzen und Israel wieder dort zu verankern, wo es hingehört: auf die touristischen Landkarten.“
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