Die zentrale Herausforderung für Hotelkooperationen liegt heute auch in der Abgrenzung zu reinen Buchungsplattformen. „Das Leistungsspektrum, das wir anbieten, ist nicht reines Plattformdenken, sondern geht weit darüber hinaus“, betont Thomas Edelkamp im Podcast-Interview. Romantik versteht sich auch als Wissensplattform, die Hoteliers in den Bereichen Digitalisierung, Vertrieb und Marketing berät. Zusätzlich bietet die Kooperation eine Kommunikationsplattform für den Austausch unter den Hoteliers.

Der Markenwert spielt eine entscheidende Rolle: „Die lange Präsenz im Markt hat natürlich dafür gesorgt, dass unsere Marke bei den Gästen und potenziellen Kunden ein sehr gutes Renommee und Vertrauen genießt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Dieser Vertrauensvorschuss ermögliche es einzelnen Hoteliers, eine Reichweite zu erzielen, die sie allein nicht erreichen könnten.

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Die Mitgliedschaft bei Romantik Hotels ist exklusiv. Die Betriebe müssen mehrere Kriterien erfüllen: mindestens Vier-Sterne-Standard, hervorragende Kulinarik und die Fähigkeit, authentische Geschichten zu erzählen. Ein Spa-Bereich ist kein Muss, schadet aber auch nicht.

„Es geht nicht um History, es geht um die Geschichten, die ich erzählen kann, die ich am Tisch erleben und fühlen kann“, präzisiert Edelkamp. Wichtig sei auch die regionale Verankerung: Die Hotels sollen gewachsene Betriebe sein.

Ist Erfolg messbar?

Die Erfolgsmessung gestaltet sich komplex, da Romantik-Gäste verschiedene Buchungswege nutzen. „Viele unserer Gäste buchen tatsächlich direkt, orientieren sich an unserem Katalog“, erläutert Edelkamp. Die Kooperation verfolgt bewusst einen Multi-Channel-Ansatz: Man könne die Gäste nicht dazu zwingen, über einen bestimmten Weg zu buchen.

Zur Kundenbindung setzt Romantik sowohl auf moderne digitale Instrumente wie die Romantikkarte als auch auf klassische Instrumente wie den Romantikpass für traditionelle Reisende. Über das eigene CRM-System „MyRomantic“ können Hoteliers verschiedene Datenquellen zusammenführen und so den Wert der Kooperationsmitgliedschaft messen.

Mit 168 Mitgliedsbetrieben ist Romantik Hotels noch nicht an der Wachstumsgrenze angelangt. Der Markt setze die Rahmenbedingungen, und das Angebot an Hotels mit der gewünschten Qualität sei begrenzt. Den entscheidenden Unterschied zu Kettenhotels sieht Edelkamp in der Authentizität: „Da fehlt die Seele. ■

Hier geht es zur Folge mit Thomas Edelkamp (Folge 56): www.gast.at/podcast-tourismus