ITB Berlin

Österreich: Platz drei im Sustainable Travel Index

ITB
22.03.2022

ITB Berlin: Nachfrage und Bewusstsein für nachhaltige Reise-Angebote steigen.
Ein Logo der ITB Berlin in einem TV-Studio.

Nachhaltigkeit verbessert das Reiseerlebnis. Zu dieser (heute nicht besonders überraschenden) Erkenntnis gelangen die neuesten Ergebnisse des „Sustainable Travel Index“, die im Rahmen der digitalen ITB präsentiert wurden. 

Der Bericht des Marktforschungsunternehmens Euromonitor International, vorgestellt in der Keynote „From Carbon Neutral Destinations to Regenerative Tourism: Boundaries and Implementation“, zeigt: Österreich liegt im touristischen Nachhaltigkeits-Spitzenfeld. Als Land führt Schweden das Ranking an, gefolgt von der Slowakei und Österreich. Bei den Städten ist das von Overtourism geplagte Madrid auf dem ersten Platz, vor Stockholm und Dublin.

Im Falle Schwedens zeige sich, dass Nachhaltigkeit das Reiseerlebnis verbessern könne, „mit einem einzigartigen, öko-schicken Tourismusangebot, das arktische Abenteuer bis hin zu coolen Stadterlebnissen umfasst“, so Carolin Bremner, Head of Travel and Tourism Research bei Euromonitor, in ihrem ITB-Vortrag. Die Ernsthaftigkeit der Nachhaltigkeitsbemühungen sei weltweit an vielen Stellen bemerkbar.
Ein weiteres gutes Beispiel sei Neuseeland: Das Land ziele mit seinem „New Zealand Tourism Sustainability Commitment“ darauf ab, dass sich alle neuseeländischen Tourismusunternehmen bis 2025 der Nachhaltigkeit verpflichten. Wäre das in Österreich denkbar?

„So eine Vision ist wegweisend und führend im nachhaltigen Tourismus“, betonte Bremner. Damit werde eine Industrie aufgebaut, die sowohl einheimischen als auch internationalen Besucher*innen qualitativ hochwertige Erlebnisse bietet und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf lokale Communitys hat. Des Weiteren trage sie zur Wiederherstellung und zum Schutz der Umwelt bei und stelle die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Sektors wieder her. 

Radikale Veränderungen

Während Reiseziele weltweit nach und nach wieder öffnen sowie Lebensgrundlagen vor Ort geschützt und erhalten werden, wachse laut Euromonitor das Bewusstsein bei Unternehmen, Verbraucher*innen und Regierungen für die Notwendigkeit, „nicht nur Profit, sondern Menschen und den Planeten“ in den Fokus zu stellen. Obwohl der Inlandstourismus kurz- bis mittelfristig zur Erholung beitragen könne, seien radikale Veränderungen unerlässlich, um Resilienz und Agilität aufzubauen und den Sektor zukunftssicher zu machen. Caroline Bremner: „66 Prozent der Kunden sind positive Auswirkungen auf die Umwelt in ihrem täglichen Leben wichtig – das gilt auch für das Reisen.“