Seit 2008 hat sich der steirische Tourismus das Thema Barrierefreiheit in der Initiative „Steiermark für alle“ zum Anliegen gemacht. Analysiert werden mittlerweile nicht nur Unterkünfte, sondern auch barrierefreie Freizeitangebote, die gemeinsam zu einem unvergesslichen Urlaub beitragen sollen. Selbstbeurteilung wird vermieden, weshalb alle Betriebe von ausgebildeten TourismusberaterInnen unter der Organisation von atempo- CEDOS besucht und nach strengen Prüfkriterien vor Ort unter die Lupe genommen werden.

„Eines steht fest“, so Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer, „Tourismusbetriebe, die an der Initiative „Steiermark für alle“ teilnehmen, sind um Menschen mit Behinderung bemüht und setzen sich für mehr Barrierefreiheit in ihrem Unternehmen und somit auch in der Steiermark ein. Verbesserungsvorschläge helfen den Touristikerinnen und Touristikern, gezielte Maßnahmen für die verschiedenen Gästegruppen umzusetzen.“ Qualität und Individualität gehen Hand in Hand „Teilnehmende Betriebe haben erfahren, dass es ist nicht ganz so einfach ist, diese Zielgruppe zu erreichen. Die Urlaubsgäste müssen sich darauf verlassen können, dass sämtliche Angebote und Bewertungen richtig und aktuell sind, das ist gerade in diesem Bereich essentiell“, so Steiermark Tourismus-Chef Georg Bliem.

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Jedes zwölfte in Europa konsumierte Bier ist inzwischen alkoholfrei. Seit 2020 ist der Absatz um mehr als 38 Prozent gestiegen. Allein 2025 legte das Segment um 5,9 Prozent zu. Für die Gastronomie eröffnet die Beliebtheit alkoholfreier Getränke die Möglichkeit, das Sortiment zu erweitern und neue Konsumanlässe zu schaffen. Welche Produkte dafür infrage kommen und welche Technik den Ausschank erleichtert, zeigt die BrauBeviale vom 10. bis 12. November 2026 in Nürnberg.

Damit die Gäste auch für sich selbst entscheiden können, ob eine Unterkunft oder ein Freizeitangebot für sie nutzbar ist oder nicht, stehen alle Analyseergebnisse auf dem Portal www.steiermark.com/fuer-alle detailliert zur Verfügung. Nach zwei Jahren ist zur Sicherung der Qualität für jeden teilnehmenden Betrieb eine erneute Analyse vor Ort notwendig.

Der 100. Betrieb: RETTER Seminar Hotel Restaurant**** Das renommierte steirische Unternehmen RETTER Seminar Hotel Restaurant**** betont, dass Barrierefreiheit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Geschäftsführerin Ulrike Retter wurde soeben von Landeshauptmann-Stv. Hermann Schützenhöfer, Dir. Georg Bliem von Steiermark Tourismus und der Geschäftsführerin von atempo-CEDOS Walburga Fröhlich für die Zielgruppen RollstuhlfahrerInnen mit Hilfe, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Lebensmittelallergien ausgezeichnet. Ulrike Retter weiß, „es ist nicht damit getan, barrierefrei zu sein, sondern man muss es auch nach außen hin zeigen und offen gegenüber den verschiedenen Zielgruppen sein“. Um sich noch besser auf die Gästegruppe einstellen zu können, plant sie, sich und ihre MitarbeiterInnen über einen Sensibilisierungsworkshop zum Thema Behinderung fortbilden zu lassen.

Potenziale eines barrierefreien Tourismus Gäste mit Behinderung sind eine wichtige Zielgruppe. Das bestätigen nicht zuletzt auch viele Studien, die sich mit den Potenzialen eines Tourismus für alle auseinandersetzen. In Österreich sind 0,89 Millionen Menschen (mit Begleitpersonen 1,78 Millionen Menschen) im engeren Sinn Menschen mit besonderen Bedürfnissen. 37% von ihnen haben mangels Angeboten schon auf eine Reise verzichtet und 48% würden gerne häufiger verreisen, wenn es mehr entsprechende Angebote gäbe.