Die Stimmung im „Chef’s Table at Brooklyn Fare“ ist ein wenig angespannt. Denn seit Juli herrscht hier Stille, die Küche ist kalt. Der Grund: Ein Rechtsstreit und der Rauswurf des bisherigen Star-Kochs César Ramirez. Doch nun steht ein Neuanfang bevor, und im Mittelpunkt dieses Neubeginns steht ein Österreicher: Max Natmessnig.

Das Restaurant in der 37. Straße war einst die kulinarische Sensation Manhattans. Für 430 Dollar konnten Gäste ein mehrgängiges Menü genießen, das mit höchster Präzision zubereitet wurde. Doch hinter den Kulissen brodelte es. Ramirez wurde von Inhaber Moneer Issa laut einem Bericht der New York Times entlassen. Ein Rechtsstreit folgte, bei dem es um Millionen von Dollar und Vorwürfe des Diebstahls geht. 

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Doch jetzt steht eine neue Ära bevor. Moneer Issa hat Max Natmessnig und Marco Prins, die beiden haben bereits im „Chef’s Table“ gearbeitet, als Nachfolger für Ramirez eingestellt. Natmessnig, 35, und Prins, 37, aus den Niederlanden, sind keine Unbekannten. Beide haben in Michelin-Sterne-Restaurants in Europa und den USA gearbeitet und waren bereits Kollegen im „Chef’s Table“. 

„Max und Marco gehören zu den besten Köchen der Welt“, schwärmt Issa laut New York Times. Das Restaurant soll am 4. Oktober mit den neuen Köchen wiedereröffnet werden.

Doch was können die Gäste erwarten? Er und Prins planen, eine „positivere“ Atmosphäre zu schaffen als die strenge, autokratische Führung von Ramirez. Natmessnig, der zuletzt Chefkoch im Alois-Dallmayr Fine Dining in München war verlässt seinen jetzigen Arbeitgeber in München nach nicht einmal einem Jahr.

Die beiden Köche planen, das 13-Gänge-Menü des Restaurants beizubehalten. „Degustationsmenüs sind unser natürliches Habitat“, sagt Natmessnig. Nach einer Renovierung vor einigen Monaten präsentiert sich die Küche nun weniger industriell. 18 Plätze gibt es am Tresen und weitere Sitzplätze an sechs Tischen. Reservierungen erfordern eine nicht erstattungsfähige Anzahlung von 200 Dollar.