Die steirische Domäne Müller Gutsverwaltung und die E. u. M. Müller sind insolvent. Das melden der Kreditschutzverband sowie die Creditreform. Von der Pleite betroffen sind demnach 20 Dienstnehmer und 203 Gläubiger. Die Überschuldung des Unternehmens betrage insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro, die Passiva gut 3,8 Millionen Euro.

Als einer der Gründe führen die Gesellschaften auch das bisherige Ausbleiben der Covag-Unterstützungsleistungen an. Die Fortführung des Betriebs ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig unklar.

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Laut den Insolvenzanträgen hätten sich die Margen aufgrund des zunehmenden Online-Handels erheblich reduziert, was sich wiederum schlecht auf die Umsätze ausgewirkt hätte. Hintergrund: Das Geschäftsmodell der Unternehmen bezieht sich überwiegend auf die persönliche Beratung und den Kontakt mit Großkunden aus Gastronomie, Hotellerie und internationalem Weinhandel. Was sich klarerweise ebenfalls negativ ausgewirkt haben soll sind bzw. waren ausbleibende Gastro-Bestellungen im Zuge der Lockdowns.

Die E. u. M. Müller GmbH geht auf ein im Jahr 1936 gegründetes Einzelunternehmen zurück und handelt mit Qualitätsweinen und Spirituosen. Die Domäne Müller Gutsverwaltung GmbH wurde 1994 durch die Abspaltung von der E. u. M. Müller GmbH gegründet und kümmert sich um den Anbau von Wein- und Tafeltrauben sowie den Großhandel mit Prämiumwein und Spirituosen. Auf gepachteten Rebflächen – etwa 36,6 Hektar – werden Weißwein (51 Prozent), Rotwein (48 Prozent) und Süßwein (1 Prozent) produziert.