Damit steigt die Royal Caribbean Group massiv in den Markt für All-Inclusive-Resorts ein. Das „Joint Venture“ wird von einem Verwaltungsrat unter der gemeinsamen Leitung von Adam Stewart (Sandals) und Jason Liberty (RCI) geführt. Der Abschluss der Transaktion wird Anfang 2027 erwartet. Bestehende Buchungen, Treueprogramme sowie der Resort- und Kreuzfahrtbetrieb werden wie gewohnt fortgeführt.

Jahrelange Konkurrenz

Die Vereinbarung ist deshalb von besonderer Bedeutung, da Kreuzfahrtunternehmen die All-Inclusive-Resorts in der Karibik jahrelang als Konkurrenzprodukt um dasselbe Reisebudget betrachtet haben. Durch den Deal ist dieser Bann gebrochen.

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Die Vereinbarung ist Teil der Strategie von RCI, die Urlaubsmöglichkeiten für ihre Kunden zu erweitern: Royal Caribbean erhält Zugang zu einem erweiterten Resort-Urlaubsportfolio, während Sandals einen strategischen Partner mit starker internationaler Präsenz und einer großen Gäste-Basis gewinnt.

Jason Liberty, CEO von RCI: „Die Stewart-Familie hat als Eigentümerin und Betreiberin von Sandals starke und beliebte Marken geschaffen. Wir fühlen uns geehrt, dieses Erbe fortzuführen.“ Adam Stewart, Sohn des Sandals-Gründers Gordon „Butch“ Stewart, wird seine Position als Executive Chairman von Sandals behalten. Er wird auch weiterhin eine führende Rolle bei der Gestaltung der langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens spielen.

Milliarden-Investition von Sandals

Sandals kündigte erst im vergangenen Jahr Investitionen von fast 1 Mrd. Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Entwicklung seines Familienportfolios an. Zu den Plänen gehören das 600 Zimmer umfassende Beaches Barbados, die Umwandlung des Sandals Emerald Bay auf den Bahamas in Beaches Exuma sowie der Bau des Beaches Runaway Bay auf Jamaika. Im Rahmen der Expansion wurde Anfang des Jahres das „Treasure Beach Village“ im Beaches Turks & Caicos eröffnet, wodurch sich die Gesamtkapazität des Resorts auf 858 Zimmer erhöhte.

Im Rahmen der nunmehr getroffenen Vereinbarung planen beide Seiten zudem, ihre Vertriebsnetze auszubauen und die Interaktion mit den Gästen zu stärken. Adam Stewart: „Die Partnerschaft wird es beiden Konzernen ermöglichen, mehr Gäste in die Sandals- und Beaches-Resorts zu bringen.“

Mit dem Einstieg bei Sandals erhält RCI nun eine direkte Präsenz im Markt für All-Inclusive-Urlaub und arbeitet mit einer der bekanntesten Marken der Branche zusammen. Aktuell gibt es 17 Sandals Resorts auf acht Karibikinseln sowie zwei Beaches Resorts (eines auf Jamaika und eines auf Turks & Caicos).

Zur Royal Caribbean Group (RCI) gehören u.a. die Marken Royal Caribbean (29 Schiffe), Celebrity Cruises (18 Schiffe) und Silversea (12) sowie als 50 % „Joint Venture“ TUI Cruises (14 Schiffe, darunter 9 von TUI Mein Schiff und 5 von Hapag-Lloyd Cruises).