Ein Großbrand, ein verwüstetes Hotel und ein Termin, der eigentlich kaum zu halten schien. Sechs Monate später steht das Hotel Klosterbräu in Seefeld kurz davor, wieder Gäste zu empfangen. Am 1. Dezember 2026 soll das Fünf-Sterne-Haus seinen Betrieb wieder aufnehmen. Mehr als 30 Millionen Euro fließen nach Angaben der Eigentümerfamilie Seyrling in den Wiederaufbau und die bereits vor dem Feuer geplanten Erweiterungen.

Ein Rückblick: Am 13. April war im Dachstuhl des traditionsreichen Hotels ein Feuer ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt war das Haus wegen Umbauarbeiten und einer saisonalen Betriebspause geschlossen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden war jedoch beträchtlich. Feuer, Rauch und Löschwasser beschädigten große Teile des Gebäudes. Für die Eigentümerfamilie begann damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn während die Schäden beseitigt werden mussten, liefen die bereits geplanten Erweiterungsarbeiten weiter. Beides wurde zu einem gemeinsamen Bauprojekt.

Werbung
Jura Professional: Kaffee, der Ihre Gäste überzeugt
Jura W8 und W4 liefern Kaffeespezialitäten auf Barista-Niveau per Knopfdruck. Mit Pocket Pilot 3.0 behalten Sie Verkauf, Status und Wartung im Blick – ideal für Hotellerie und Gastronomie.

Wiederaufbau und Erweiterung gleichzeitig

Zu den wiederhergestellten Bereichen zählen die Hotelhalle samt Rezeption, vier Restaurants, die Hotelbar, Fitness- und Konferenzräume sowie Kinder- und Nachtclub. Auch Treppenhäuser, Liftanlagen, Wäscherei, Kühltechnik und Mitarbeiterräume mussten teilweise neu aufgebaut werden. Parallel entstehen elf zusätzliche Zimmer und ein eigener Adults-only-Spa im Hotelgarten. Beide Erweiterungen sollen bereits zur Wiedereröffnung verfügbar sein.

Einzelne Arbeiten werden über den Winter allerdings hinaus fortgesetzt. Vor allem die Fertigstellung der Gartenanlage und mögliche technische Ergänzungen sind für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Für Alois Seyrling, der das Hotel gemeinsam mit seiner Familie in sechster Generation führt, bedeutete die Kombination aus Schadensbehebung und Erweiterung eine außergewöhnliche organisatorische Herausforderung. Planung, Genehmigung und Bau mussten teilweise parallel abgewickelt werden.

Neun von zehn Stammmitarbeitern bleiben

Bemerkenswert ist auch die personelle Seite des Wiederaufbaus. Laut Seyrling kann das Hotel mit rund 90 Prozent seiner Stammmitarbeiter wieder starten. Eine Zahl, die angesichts der monatelangen Schließung durchaus erfreulich ist. Während der Bauphase hielt die Familie Teile ihres gastronomischen Angebots aufrecht. Das Pop-up-Restaurant „Phoenix“ im Bräukeller und die Reitherjoch-Alm ermöglichten zumindest einen eingeschränkten Betrieb. Für den 4. Dezember ist die Wiedereröffnung des Bräukeller & Grill Restaurants angekündigt, am 5. Dezember soll eine Wiedereröffnungsgala stattfinden.