Ein Haus mit fast 600 Jahren Geschichte, aufwendig saniert, landschaftlich spektakulär gelegen und künftig getragen von einer der stärksten Biermarken Bayerns; und trotzdem steht am Anfang dieses Projekts eine Leerstelle. Am Berggasthof Streichen im Chiemgau wird derzeit nämlich nicht eröffnet, sondern gesucht.

Die Münchner Traditionsbrauerei Augustiner-Bräu übernimmt die Pacht des historischen Gasthofs, das ist die offizielle Nachricht. Die inoffizielle, für die Branche deutlich spannendere: Der eigentliche Betreiber fehlt noch. Gesucht wird eine Wirtin oder ein Wirt, der diesem Ort Leben einhaucht.

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Attraktives Setting

Das Setting könnte attraktiver kaum sein. Eine Stiftung hat das Gebäude gesichert, gemeinsam mit privaten Partnern wird es seit Jahren denkmalgerecht und klimafit saniert. Die Infrastruktur ist klar definiert: knapp 90 Sitzplätze im Gasthof, zusätzliche Flächen für Veranstaltungen, ein großer Biergarten, dazu elf Gästezimmer. Ein neu angelegter Wanderweg erschließt den Standort touristisch neu, inklusive inszenierter Aussichtspunkte. Die Voraussetzungen sind also nicht nur gut, sie sind außergewöhnlich.

Und doch ist genau das der Knackpunkt. Denn wer hier einsteigt, übernimmt keinen klassischen Familienbetrieb, sondern ein durchkonzipiertes System. Kapital, Marke und bauliche Substanz kommen von außen. Der operative Erfolg hängt am Pächter.

Das verändert die Rolle des Wirts. Gesucht wird nicht jemand, der „ein Wirtshaus führt“, sondern jemand, der ein komplexes Zusammenspiel aus Gastronomie, Tourismus und Erwartungsmanagement beherrscht. Tagesgäste, Ausflügler, Übernachtungsgäste, Veranstaltungen: alles an einem Ort, mit entsprechendem Qualitätsanspruch. Dazu ein starker Markenpartner im Hintergrund, der für Tradition steht, aber auch klare Vorstellungen hat.

HauptdarstellerIn gesucht

Dass das Interesse „bereits groß“ sei, wie es heißt, überrascht nicht. Solche Gelegenheiten sind selten geworden. Gleichzeitig ist es ein Angebot mit Fallhöhe. Wer hier übernimmt, hat keine Ausrede mehr in Form fehlender Investitionen oder schlechter Lage. Das Konzept ist vorbereitet, die Bühne gebaut. Was fehlt, ist die Hauptrolle.

Eckdaten zur künftigen Gastronomie und zum Beherbungsbetrieb

90 Sitzplätze im Gasthof (drei historische Gaststuben, plus ein komplett neuer Gastraum), 60 Sitzplätze in dem für private Feiern ausgerichteten Kaser (Almhütte)

Biergarten mit 140 Sitzplätzen

11 Gästezimmer, davon vier historische Gästezimmer im früheren Mesnerhaus

Hutschn Steig: die Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung hat einen Wanderweg (frei von Forst- und Autoverkehr) startend an der sogenannten “Faschingswiese“ hinauf zum Berggasthof Streichen angelegt. Entlang des Weges gibt es Ruhe- und Aussichtspunkte, an denen man unvergleichliche Blicke über das Achental und die Gebirgswelt genießen kann. Höhepunkte sind zwei vier Meter hohe Hutschn – Riesenschaukeln –, mit denen man Richtung Achental mit Blick auf Schleching schaukeln kann.

Interessierte wenden sich an info(at)kulturerbebayern.de