„Julia lebt für das Produkt“, stellte Laszlo Dernovics die auch für Tourismus zuständige Stadtmarketing-Leiterin der „fünftvolumenstärksten Destination auf dem österreichischen Markt“ vor, die „viel mehr als Marke und Therme“ bietet. Auch für Karla Kallauch hatte Laszlo Dernovics tolle Worte parat: „Karla ist wie ein Stammgast“ (bei den DZT-Medienbrunches). „Dresden ist eine Perle, auch von der Mobilität her.“

Wie gewohnt war auch dieser DZT-Medienbrunch von drei Fragen an die Vertreterinnen Deutschlands geprägt, wobei die erste Runde der allgemeinen Vorstellung der beiden Destinationen galt.

Werbung
So geht Gläserspülen!
Bis zu 25 Gläser in unter zwei Minuten. Hygienisch sauber und schnell trocken. Mit professioneller Wasseraufbereitung polierfrei und brillant glänzend.

Erding mit gastronomischer Tourismusinformation

Julia Flötzinger-Wilson
© T.A.I.

Den Anfang machte Julia Flötzinger-Wilson. Erding liegt ca. 40 km nordöstlich von München und wurde bereits vor rund 7.000 Jahren erstmals erwähnt. „Wir haben unseren Wohlstand durch Getreidehandel erworben“, stellte Julia Flötzinger-Wilson ihre Stadt vor. Seit September gibt es eine neue Tourist-Info in der Getreidehalle, die mit einem Gastronomiebetrieb kombiniert ist: „Hier trifft der Erdinger auf unsere Gäste“, so Julia Flötzinger-Wilson. Was Laszlo Dernovics mit folgendem Statement garnierte: „Die meisten Orte schließen ihre Tourismusinformationen. Erding macht eine neue auf und macht daraus einen Treffpunkt.“

Erding steht für Bier (Erdinger Weissbräu), das in über 100 Länder verkauft wird. Ebenso verfügt die Stadt über die größte Therme der Welt, ihren „Leuchtturm“. Seit dem Vorjahr gibt es einen neuen Eigentümer (die international tätige „Therme Group“, die österreichische Wurzeln hat und die Therme um mehr als 1 Mrd. Euro kaufte), der u. a. ein Hotel errichten will. Bereits jetzt zählen die 28 Rutschen zu den Highlights der Therme.

Karla Kallauch präsentierte neue Seiten von Dresden, der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Vor allem drei Dinge lagen ihr dabei am Herzen: So sollten Gäste nicht nur in Dresden bleiben, sondern auch der Elbe zwischen Pirna, dem „Tor zur Sächsischen Schweiz“, und Torgau am Eingang zur „Dübener Heide“ folgen. Ein Beispiel dafür ist die Stadt Meißen, bekannt durch ihre Porzellanmanufaktur. Die Gäste Dresdens sollten Karla Kallauch zufolge auch mit dem Zug kommen (nur sieben Stunden Bahnfahrt ab Wien) und vor allem wegen der Kultur anreisen (z. B. für den „SemperOpernball“ im Februar oder die Filmnächte und Konzerte bis Ende August). Laszlo Dernovics: „Der Anteil der Österreicher, die Erlebnisse suchen, liegt bei 20 %.“ Heuer sind die Österreicher übrigens auf Platz 2 der Auslandsgäste zu finden (hinter den Polen), im Vorjahr lagen sie auf Rang 3.

Drei Highlights Dresdens für 2027

Karla Kallauch
© T.A.I.

Die zweite Frage drehte sich um die Verlängerung der Aufenthaltsdauer. Karla Kallauch nannte diesbezüglich auch das Entdecken des Elblandes als ein „Must“, während Julia Flötzinger-Wilson an dieser Stelle die vielen Wander- und Themenwege erwähnte, die es in Erding zu entdecken gilt. Auch der Erdinger Stadtpark wurde heuer im Frühjahr umfangreich saniert.

Womit der DZT-Medienbrunch bei der dritten Frage angekommen war, jener nach den Veranstaltungs-Highlights. Laut Julia Flötzinger-Wilson gibt es in Erding „jeden Monat Veranstaltungen“, vom Christkindlmarkt und dem Silvesterball über das Altstadtfest Anfang Juli („Es ist Erdings größter Biergarten“) bis hin zum „Erdinger Herbstfest“ Ende August/Anfang September. Es handelt sich Julia Flötzinger-Wilson zufolge um das drittgrößte Sommerfest in Oberbayern.

Auch Karla Kallauch startete mit dem Weihnachtsmarkt, wofür sie sogar einen handgefertigten „Dresdner Christstollen“ mitbrachte. Beim Dresdner Weihnachtsmarkt handelt es sich um den ältesten Weihnachtsmarkt Deutschlands, wobei es heute über zehn Weihnachtsmärkte in der Landeshauptstadt Sachsens gibt.

Für das kommende Jahr nannte sie zudem drei Highlights: die Rubens-Ausstellung (zum 450. Geburtstag von Peter Paul Rubens präsentiert die Gemäldegalerie Alte Meister eine große Sonderausstellung im „Dresdner Zwinger“), den 200. Todestag Beethovens, den Dresden 2027 mit großen Konzertzyklen und seltenen Opern feiert, sowie das „Residenzschloss Dresden“, dessen Renovierung sich laut Karla Kallauch „der Vollendung nähert“. Es war im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört worden und wurde über Jahrzehnte hindurch wieder aufgebaut.