Gabriel Sieghartsleitner ist seit Anfang Oktober im Team von KitzSki, damit er als designierter CEO genügend Zeit hat, sich in die Materie einzuarbeiten. In den zurückliegenden fast fünf Jahren war er als Prokurist und COO (Chief Operating Officer) bei der OÖ Seilbahnholding für die Leitung des operativen Geschäfts verantwortlich. Diese ist u. a. an den Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen und den Hochficht Bergbahnen sowie neuerdings an den Kasberg Bergbahnen beteiligt. Gabriel Sieghartsleitner ist der erste Nicht-Tiroler, der die Position des CEO der Bergbahnen AG Kitzbühel innehaben wird.
Der Chef des SBT (Seilbahn – Business – Tourismus)-Magazins, Klaus Hönigsberger (2. v. l.), überreichte Anton Bodner im Anschluss an die offizielle Veranstaltung einen Geschenkkorb mit Zillertaler Spezialitäten.
KitzSki – eine Größe für sich
Doch nun zu dem KitzSki-Mediengespräch im Bogner-Haus in München, zu dem über 40 Teilnehmer kamen. Mit dabei waren neben Anton Bodner und Gabriel Sieghartsleitner auch Christian Wörister (r., er ist im Vorstand von KitzSki für die Marketing-Agenden zuständig), der seit Juni amtierende CEO der Luxus-Sportfashion-Marke Bogner, Arne Freundt (l.), und der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), Wolfgang Maier (2. v. r.).
Mit 58 Anlagen (Seilbahnen und Liften) sowie 10 Skiliften im Tal ist KitzSki nicht nur eines der größten Bergbahnunternehmen Österreichs, sondern auch offizielles Trainingsgebiet des DSV. Die 233 Abfahrtskilometer (unter den Top 5 Österreichs) und die 1.260 Schneeerzeuger (an 3. Position in Österreich) sind nur ein Teil der Aktivitäten, zu denen seit dem Vorjahr auch ein eigenes Appartementhaus gehört (60 Wohneinheiten, vor allem für saisonale und ganzjährige Arbeitskräfte; im Sommer wird ein Großteil der Selbstversorger-Apartments an Urlauber vermietet).
Anton Bodner: „Die Voraussetzungen für einen guten Winter werden im Sommer gemacht.“ KitzSki hatte sich diesbezüglich keine Blöße gegeben. So war der Sommer 2026 „der beste der Unternehmensgeschichte. Wir haben 15 bis 20 % bei den Umsatzerlösen zugelegt.“ Dies war u. a. der Eröffnung des längsten Tiroler Flowtrails für Biker und der „KitzCard“ zu verdanken, mit der Gäste ab der ersten Übernachtung täglich eine kostenlose Berg- und Talfahrt pro Person nutzen dürfen.
Investitionen in Höhe von 36 Mio. Euro
Für den Winter hat KitzSki laut Anton Bodner Mitte Oktober den neuen Speicherteich „Sonnenrast“ offiziell in Betrieb genommen. Er befindet sich im Kernskigebiet, verstärkt mit seinen 95.000 m³ das Beschneiungssystem und schafft Anton Bodner zufolge „ganz neue Möglichkeiten für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Beschneiungsmanagement“.
Herzstück der neuen Anlage sind 15 Kühltürme, durch die das Wasser auf 2 bis 5 Grad heruntergekühlt werden kann. Die Folge der rund 16 Mio. Euro schweren Investition: Die maximale Schneeleistung kann um mehr als 40 % gesteigert werden, wodurch in deutlich kürzerer Zeit (zweieinhalb statt vier Tagen) die notwendige Schneedecke für den Saisonstart aufgebaut werden kann. Ab Sommer 2027 erlaubt der neue Speicherteich auch das Baden am Berg.
Die vielen Vorteile des KitzSki-Beschneiungssystems erlaubten es bereits im Vorjahr, die „Schneegarantie“ einzuführen. Sie gilt heuer vom 20. Dezember bis zum 13. März und ist ein „Versprechen an unsere Gäste“, so Bodner. Die „Schneegarantie“ gilt für Gäste, die online bis zum 19. Dezember eine Skikarte für 1 bis 14 Tage gekauft haben.
Die zweite große Investition (in Summe wurden 36 Mio. Euro investiert) betrifft die neue Parkgarage bei der Fleckalmbahn. Sie bietet 1.100 Stellplätze für Pkw und 20 E-Ladestationen. Die restlichen Investitionen stehen mit beiden Projekten in Verbindung.
Höhepunkte der Bergevents
Christian Wörister ging dann auf die umweltschonenden Anreisemöglichkeiten und die Mobilitätsangebote vor Ort ein, auf die Möglichkeit für Online-Buchende, günstiger an Skipässe zu kommen, sowie auf das „Mobile Ticket“ (Bodner: „Wir waren das erste Skigebiet mit einem Skiticket am Handy“), für das heuer die automatische Laserkontrolle eingeführt wird. Alle 93 Lesegeräte im Skigebiet werden dafür derzeit umgerüstet.
Highlights unter den Bergevents sind in der kommenden Saison der „Bergadvent am Hahnenkamm“ (4. und 18. Dezember), das „Winteropening“ mit DJ Hugel (der Franzose ist u. a. durch seine Mischung aus House, Latin House und Pop-Remixen bekannt, etwa durch seinen Remix von „Bella Ciao“) am 12. Dezember sowie das 87. Hahnenkammrennen (18. bis 24. Jänner).
