Mercure Hotels & Resorts hat mit den „Local Maps“ ein neues digitales Feature eingeführt, das Gästen einen authentischen Zugang zu den Vierteln rund um die jeweiligen Häuser bieten soll. Die interaktiven Karten werden von den örtlichen Hotelteams zusammengestellt und sind über die Website sowie per QR-Code in den Lobbys von mehr als 100 Destinationen weltweit abrufbar. Der Rollout soll im Laufe des Jahres 2026 fortgesetzt werden.

Die Grundidee ist nicht neu: Bereits seit Jahren experimentieren Hotelketten mit Insider-Tipps von Mitarbeitenden, um sich vom Einheitsbrei der Kettenhotellerie abzusetzen. Neu ist allenfalls die Verpackung. Bei Mercure treten dafür die sogenannten „Heartists“ auf den Plan, eine hauseigene Wortschöpfung aus „Heart“ und „Artist“, mit der der Konzern seine Mitarbeitenden bezeichnet. Sie sollen ihre „eigenen Gewohnheiten, Erinnerungen und ihr lokales Wissen“ einbringen, wie es in der Unternehmensmitteilung heißt.

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Untermauert wird die Initiative mit einer hauseigenen, von Mercure selbst beauftragten Studie: 86 Prozent der Reisenden gäben demnach an, dass das lokale gastronomische Angebot bei der Wahl des Reiseziels eine wichtige Rolle spiele, 57 Prozent wollten gezielt neue Erfahrungen machen, 58 Prozent empfänden Erlebnisse als wertvoller denn materielle Güter. Das sind Zahlen, die grundsätzlich griffig klingen.

Eine internationale Hotelkette, deren Geschäftsmodell auf standardisierten Abläufen, einheitlichem Markenauftritt und globaler Skalierbarkeit beruht, verspricht mit den Local Maps ausgerechnet individuelle, persönliche Nähe zum jeweiligen Standort. Das ist originell und nachvollziehbar.
„Mit Mercure Local Maps laden wir Gäste dazu ein, eine Destination nicht einfach zu sehen, sondern jene Orte und Menschen kennenzulernen, die sie prägen“, wird Daniel Fang, Global Vice President Brand Management & Guest Experience bei Mercure, zitiert. Ob diese Nähe tatsächlich aus dem gelebten Alltag der Mitarbeitenden entsteht oder am Ende doch von einer Zentrale kuratiert und über eine einheitliche digitale Oberfläche weltweit ausgerollt wird, lässt die Mitteilung offen.